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Grenchen
In Grenchen wurde am Aschermittwoch auf dem Marktplatz ein Böögg in Form eines Drachen verbrannt. Dieser liess sich Zeit mit brennen. Die Feuerwehr half nach.
Auf dem Marktplatz ist die Fasnacht zu Ende gegangen. «Gränche steit zum Glück jo no / S ufrume due dr überloh / So einiges hesch no is Reine z’bringe / Muesch derzue keni Fake News erfinge» Und: «D’Plagette gib ig zwar ungärn ab / nur amne Ma wo nid macht schlapp»: Obernarr Diego Kummers Verse für den Stadtpräsidenten hatten im Regensturm mehr als nur einen Sinn.
Da war natürlich einmal das Wetter und dann das glücklich überstandene «Konfetti-Gate» rund um den Kinderball, auf das der Obernarr zwischen Ehrungen, Beizen- und Schaufensterprämierungen anspielte.
Auch François Scheidegger liess sich auf dem Marktplatz vor dem
Böögg, heuer in Drachengestalt, nicht lumpen: «Gränche isch wider parat für nes Johr / Ä wüudi Sach isch gsi, dasch wohr / Mystisch wird’s mir wenn i do gseh dä Drache / Am liebste wärs mir, dir löt ne lo krache.» Auch die tapfer ausharrenden und erstaunlich zahlreichen Zuschauer wünschten sich nichts sehnlicher.
Doch der Drache war ein höchst schüchternes Exemplar, spuckte statt Feuer erst seine Zündschnur aus und hustete dicken Rauch. Nach knapp 20 Minuten flog die Herrlichkeit doch in Fetzen – dank tatkräftiger Nachhilfe der Feuerwehr. (dd)