Grenchen

Dieser Zauberer bringt das Publikum zum Staunen und Lachen

Er spricht nur «Googledüütsch», aber man versteht ihn auf Anhieb: Zauberer Blake Eduardo.

Er spricht nur «Googledüütsch», aber man versteht ihn auf Anhieb: Zauberer Blake Eduardo.

Blake Eduardo ist nicht nur Zauberer, sondern auch ein grossartiger Komiker und Entertainer. Das zeigte er den Zuschauern an der vierten Ausgabe der Soirée Magic in Grenchen.

Ein Buch erscheint mitten in der Luft wie aus dem Nichts. Ein aufgemalter Frosch frisst eine herumschwirrende Fliege, und auch kämpfen musste Blake Eduardo. Nämlich mit dem Etikett an seinem Hut, das sich partout nicht in die Innenseite seines Hutes schieben lassen wollte. Dafür hatte das Etikett die lästige Angewohnheit, sich ständig so zu verschieben, dass es dem geborenen Fribourger immer ins Gesicht hing.

An der vierten Ausgabe der Soirée Magic, organisiert vom Verein Swiss Magic Grenchen, konnten sich die Zuschauer in der Aula IV verzaubern lassen, staunen und ganz viel lachen. Der Zauberkünstler Eduardo, der in Biel und Paris lebt, beherrscht nicht nur das magische Handwerk, sondern ist zugleich ein exzellenter Komiker, Performer und Entertainer. Gefesselt in ein Hemd, das seine Beinfreiheit einschränkte, führte er problemlos verschiedene Tänze auf.

Auch kommunizierte er im ersten Teil, der seinem vornehmlich in Frankreich aufgeführten Programm «Chuuute» entspricht, nur auf Spanisch. Durch seine Mimik und seine Körpersprache gelang es ihm aber, dass ihm jeder Anwesende gut folgen konnte. Später bezeichnete Eduardo seine Deutschkenntnisse als nicht echt. «Ich habe im vornherein meinen Text mit Google Translate übersetzt. Ich spreche also nur Googledüütsch.»

Intuition der Frau und Logik

Im ersten Teil des Abends bildete das aus der Luft erschienene Buch «Chuuute» den roten Faden, durch welches sich Eduardo die Zauberkunst aneignen wollte und das Publikum an seinem Lernprozess teilhaben liess, ohne jedoch die Tricks zu verraten.

Im zweiten Teil gab es ein magisches Intermezzo mit verschiedenen Kunststücken zu sehen. Der Fokus lag hier auf dem Close Up, da Eduardo die Karten liebt und sie ihn genauso. Er führte vor, dass Frauen durch ihre Intuition immer die von ihnen gewünschte Karte im Kartenset fühlen können und wie die Männer versagen müssen, da sie nicht über diese Intuition verfügen. «Aber manchmal haben sie Glück.».

Dass zudem Karten auf der Vorderseite ihre Aufschrift stetig je nach Standort von «Hier» zu «Da» ändern, habe mit Zauberkunst nichts zu tun. «Es ist Logik. Wenn die Karte nicht hier ist, ist sie da. Dadurch weiss ich übrigens immer, wo die Karten sind», erklärt Eduardo. Auch die Zuschauer wurden in den Zauberabend eingebunden.

Einige von ihnen wurden dazu erwählt, mit Eduardo auf der Bühne zu zaubern oder ihm zu assistieren. Dazu gehörten auch Stadtpräsident François Scheidegger und CVP-Gemeinderat Matthias Meier-Moreno. Meier-Moreno musste sich dabei auf ein russisches Roulette einlassen, das nach Eduardo «sein Leben verändern» könne. Er wurde vom Zauberer vor die Wahl gestellt, mit drei Tackern auf den Magier zu schiessen.

Da niemand im Raum wusste, in welchem der Tacker sich die Munition befand, wurde Spannung erzeugt. «Wenn du mich triffst, dann schreibst du einfach einen Brief an die Mobiliar», so Eduardo. Doch das Finale nahm ein gutes Ende.

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