Grenchen
Dieser Onlineshop für Käsespezialitäten hat das Publikum überzeugt

An der Neugründer-Challenge in der Aula der Höheren Fachschule für Technik Mittelland (HFTM) schwang im Publikums-Voting das Projekt «Cheeseit», ein Online-Shop für Käsespezialitäten, oben aus.

André Weyermann
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Strahlende Gesichter an der Neugründer-Challenge (von links) : Thomas Heimann, Leiter Gründerzentrum, Nicolas Fischer (Cheeseit), Sarah Koch (kantonale Wirtschaftsförderung), Fred Fischer (Cheeseit), Dario Pieber (Cheeseit) und Grenchens Wirtschaftsförderin Karin Heimann.

Strahlende Gesichter an der Neugründer-Challenge (von links) : Thomas Heimann, Leiter Gründerzentrum, Nicolas Fischer (Cheeseit), Sarah Koch (kantonale Wirtschaftsförderung), Fred Fischer (Cheeseit), Dario Pieber (Cheeseit) und Grenchens Wirtschaftsförderin Karin Heimann.

André Weyermann

Mitinitiant ist mit Fred Fischer ein in Grenchen bekanntes Gesicht, führte er doch während 20 Jahren die «Stadt-Chäsi» an der Centralstrasse. Die Challenge wurde bereits zum vierten Mal durchgeführt. Der Anstoss zu diesem Wettbewerb erfolgte durch die kantonale Wirtschaftsförderung, organisiert wird sie jeweils vom Gründerzentrum des Kantons.

Käse zeitgemäss vermarkten

An der Neugründer-Challenge in der Aula der HFTM erhielten vier Jungunternehmen je zehn Minuten Zeit zur Präsentation ihrer Businessidee. Die anwesenden Fachleute und Studierenden erkoren schliesslich den Gewinner. Die 1000 Franken Preisgeld gingen an die drei Milchtechnologen Fred Fischer, seinen Sohn Nicolas und Dario Pieber. Sie überzeugten die Jury mit einer schmissigen Darbietung und natürlich mit der Idee selber.

«Tradition mit Moderne verbinden» lautet ihr Slogan. Das Herzstück ihres Projektes ist der Online-Shop cheeseit.ch, der pünktlich zum Event aufgeschaltet wurde. «Als ausgebildete Milchtechnologen EFZ nutzen wir unser Fachwissen. Wir legen Wert auf hochwertige Produkte und verarbeiten Schweizer Käsespezialitäten. Wir kennen die Käseproduzenten und Käsehändler und sind für unsere Kundinnen und Kunden immer auf der Suche nach hochwertigen Produkten und neuen Ideen», lassen sie verlauten. Ihr Angebot umfasst 5 Sorten Fondue, 22 Sorten Raclette und eine «Cheesebox». Dazu kann auch die nötige «Ausrüstung» gemietet werden. «Wir nehmen das Zubehör auch ungewaschen wieder zurück», betonte Fred Fischer.

Gesunde Säfte

Aber auch die übrigen drei Ideen kamen beim Publikum gut an. Fabrizio Banz präsentierte «Muda Rejuice». Qualitativ einwandfreie Obst- und Gemüsestücke, die wegen geringfügiger «Defekte» (Farbe, Form) dem Konsumenten nicht zugemutet werden, verarbeitet das Unternehmen zu Fruchtsäften und stemmt sich so dem «Food Waste» entgegen. Bereits stehen vier Produkte zur Auswahl (www.mudasaft.ch). Martin Stuber von Sono-Solution bietet Schulungen und Weiterbildungen im Bereich ultraschallgeführter Punktionen für Dialysestationen an und Martin Achenbach individualisierte Federungssysteme für E-Bikes.

Noch Platz im Co-Working Space

Der Leiter des Gründerzentrums, Thomas Heimann, erklärte die Absicht, welche hinter der Challenge steckt: «Es gibt immer wieder Leute mit guten Geschäftsideen, die kaum eine Plattform haben, diese auch zu präsentieren. Hier möchten wir unseren Beitrag leisten.» Er ermunterte zudem die vorwiegend jungen Anwesenden, mit ihren Geschäftsideen die kostenlosen Dienstleistungen des Gründerzentrums in Anspruch zu nehmen (www.gzs.ch) Grenchens Wirtschaftsförderin Karin Heimann bewarb schliesslich unter dem Motto «Freiraum statt Leerstand» das Startup-Projekt «Co-Working Space» der Stadt Grenchen, welches in den Räumen der ehemaligen CS-Filiale am Marktplatz Jungunternehmen zu günstigen Bedingungen beherbergt.