Im Interview schildert die 1,73 Meter grosse Frau ihre Motivation und ihre bisherigen Erlebnisse.

Julia Jane Brotschi, warum wollen Sie Miss Bern werden?

Ich hatte zuerst gar nicht die Idee, mich anzumelden. Aber als wir im «Liquid» in Bern im Ausgang waren und sie dort neue Gesichter gesucht haben, drängten mich meine Kolleginnen. Also habe ich mich angemeldet, hätte aber nicht gedacht, dass ich weiterkomme. Wir waren rund 70 Mädchen beim Casting. Fotos und Interviews wurden gemacht und schliesslich erhielt ich den Anruf, ich sei unter den 12 Finalistinnen.

Was haben Sie seither erlebt?

Wir hatten sehr viele Termine, wurden bereits bei diversen Gelegenheiten präsentiert. So zum Beispiel an einem Match des SCB. Jetzt haben wir einmal die Woche Lauftraining, werden von einer Ernährungsberaterin geschult, hatten einen Tag lang ein Fotoshooting und eine Videoproduktion. Neu kommen Mentaltrainings, Präsentationen in diversen Clubs, Modeschauen und weitere Anlässe dazu.

Wie ist das Verhältnis zu den anderen Kandidatinnen? Zickenkrieg?

Nein, ganz im Gegenteil. Wir unterstützen uns gegenseitig, wo wir können, machen uns gegenseitig Mut. Wir haben’s gut, das haben uns auch die Organisatoren gesagt, wir seien eine wirklich tolle Truppe.

Was zeichnet Sie aus, was macht Sie zur Miss Bern?

Ich bin facettenreich und abenteuerlustig, spontan, flexibel und ich liebe Bern. Mode fasziniert mich, nicht unbedingt die bekannten Marken, sondern eher Einzelstücke oder auch Kleider aus früheren Zeiten. Ich habe mir auch schon selber Kleider geschneidert.

Welche Schwächen haben Sie?

Ich bin ungeduldig, rede, bevor ich nachgedacht habe, bin ab und zu unkonzentriert. Ich liebe Essen, besonders die mexikanische Küche. Seit den Kursen mit der Ernährungsberaterin achte ich auch vermehrt auf gesundes Essen, um fitter zu werden. Nicht dass ich abnehmen möchte, einfach nur bewusster essen.

Wie viele Schuhe stehen in ihrem Schrank?

Um die 30 Paar «Stögis» und noch etwa 10 Paar flache Schuhe. Aber ich habe auch erst vor kurzem eine grössere Anzahl meiner Schuhe verkauft.

Wie sehen Sie Ihre Chancen auf den Titel?

Bis jetzt habe ich mir eigentlich keine Gedanken über mögliche Favoritinnen oder meine eigene Chance gemacht. Ich lasse es auf mich zu kommen.

Haben Sie Vorbilder?

Ja, das aktuelle Londoner It-Girl Alexa Chung. Sie war früher Moderatorin. Ich bewundere sie für ihren Stil.

Welche Zukunftspläne haben Sie?

Nächstes Jahr möchte ich ins Ausland. Ich möchte in Paris in einer Modeagentur ein Praktikum machen, um die Sprache zu lernen und das Modebusiness kennen zu lernen. Danach möchte ich für einen Sprachaufenthalt nach London und später eine Ausbildung Richtung Marketing machen. Oder in der Modebranche arbeiten.

Was für eine Art Miss werden Sie, falls Sie gewinnen?

Eine Miss zum Anfassen. Ich würde bodenständig bleiben und liesse mir den Titel nicht zu Kopf steigen.

Was sagt Ihr Umfeld dazu?

Meine Mutter unterstützt mich sehr, sie war früher ebenfalls Model und mein Vater ist sehr stolz auf mich. Auch mein Freund Robin, mit dem ich seit etwas mehr als einem Jahr zusammen bin, unterstützt mich, wo er kann. Am Anfang war er etwas skeptisch, das ist jetzt nicht mehr so.