Im Jahre 1967 veröffentlichte die Stadtverwaltung in ihrem Verwaltungsbericht einige interessante Statistiken, welche die Entwicklung der Stadt seit Kriegsende (1946) beleuchten. 1967 zählte Grenchen 20'341 Einwohner. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges wuchs die Stadt um 8394 Personen oder um 70,26 Prozent. Im Berichtsjahr 1967 zählte man hier 6567 Familien.

Seit Kriegsende stieg ihre Zahl um 2612 Familien oder um 75,51 Prozent an. In diesem Zusammenhang interessieren die Veränderungen auf dem Wohnungsmarkt. Zählte man 1946 in unserer Stadt noch 3247 Wohnungen, so wurden im Verwaltungsjahr 1967 bereits 6567 Wohneinheiten ermittelt. Dies bedeutet, dass die Anzahl der Wohnungen in der Periode um 3320 oder um 102,234 Prozent zugenommen hatte.

Tiefer Leerwohnungsbestand

1967 wurden 132 neue Wohnungen erbaut, darunter auch acht Einfamilienhäuser. Dazu kamen 12 Eigentumswohnungen. Die Mehrzahl der 101 Wohnungen befanden sich in Mehrfamilienhäusern.

1967 war das zweite Jahr, in dem im ganzen Land der Leerwohnungsbestand aufgenommen wurde. In Grenchen standen gerade 24 Wohnungen leer. Das entspricht einer Leerwohnungsziffer von 0,36 Prozent.

Der Mietzins für die 15 leer stehenden Neubauwohnungen bewegte sich zwischen 350 und 490 Franken pro Monat, und Eigentumswohnungen kosteten 125'000 bis 250'000 Franken. Diese Mietzinse waren jedoch damals für die Wohnungssuchenden zu hoch. Dazu der Bericht: «Auch die Preise für Eigentumswohnungen können nur von einer sehr dünnen Schicht von Wohnungssuchenden aufgebracht oder verzinst werden.» (rww)