Am Presserundgang, am Samstag, überzeugten die Wagenbauer mit kreativen Sujets, «monschtröösen» Gebilden und viel Witz. Der Fasnachts-Umzug in Grenchen wird aus mindestens 21 Nummern bestehen. Im Zentrum werden die Wagen der verschiedenen Zünfte und Gruppierungen stehen. Der Aufwand für die kurze Lebensdauer der Wagen ist enorm, und die Motivation der Erbauer bemerkenswert.

Der Besuch bei den Hilari-Narren hatte es in sich. Zum einen baut Hanspeter Zumstein mit seinen Freunden den 41. Wagen und zum andern ist das Sujet ein Knaller. Mit Draht, Papier und Kleister, mit Holz und kübelweise Farbe, entsteht ein gelungener und wirklich «monschtrööser» Hingucker, welcher fast vollendet ist.

«Do hesch dr Dräck», lautet das Motto. Den Zuschauern am Umzug sind Atemschutzmasken zu empfehlen. «100 Johr Tunnel» dient der Grenchner Faschingszunft als Idee für ihren Wagen. Noch wird gemalt, die Bar eingerichtet und Heinz Westreicher hat träfe Sprüche beigesteuert, die noch am gigantischen Gefährt angebracht werden.

Der Böögg als Schneemann
Die Frosch-Zunft hat ihren Bar-Wagen einer Generalüberholung unterzogen. Mit neuem Dach und besserem Zugang wird er auf dem «Place du temps» für Furore sorgen. Auch das Schloss für den Grafen Dracula und die Ferien-Monster ist bereit. Der Kindernarr, Patrick Meier, zeigte sein Monstrum.

Gar dreimal wird es an Umzügen in der Uhrenstadt zu sehen sein.
Die Böögge-Zunft liess einen ersten Blick auf den Böögg zu. Wie der berühmte Zürcher Bruder am Sechseläuten, ist sein Haupt dem Schneemann nachempfunden. Vor seinem Feuertod wird er am Umzug mitgeführt. Die Türmliwiler aus Büren an der Aare werden am Umzug auch dabei sein und haufenweise Konfetti regnen lassen.

Ein Glücks-Palast
Herzlich empfangen wurden die Besucher von den Selzacher Narren. Der Stadtpräsident, François Scheidegger, der nach Selzach mitgefahren war, zeigte sich vom Engagement der dortigen Wagenbauer beeindruckt. Passend zu den jeweiligen Kostümen wird das Sujet des Wagens der Salzfassnarren gewählt. So ist ein Schiff entstanden, die Atlantis, mit Horn, Scheinwerfern, Positionslichtern und Radar, ein Ungetüm das wunderbar bemalt ist.
Ein grosser Schriftzug, «Riänövaplü», ziert den Casino-Wagen der Aare-Schnägge.

Ein Roulette-Rad wird Gewinner und Verlierer zurücklassen. Letztere zahlen einen Schnägg. Dominic Dufing und Manuel Bläsi umkurven mit ihrem originell zusammengebauten Schnägg-Töff den fahrbaren Glücks-Palast. Am Umzug in Grenchen werden all› die kolossalen Werke der Wagenbauer zu bestaunen sein.