Vieles wird davon abhängen, ob man einen neuen OK-Präsidenten finden wird. Claude Desgrandchamps hat nämlich nach drei erfolgreich durchgeführten Ausstellungen (seit 2012) seine Demission bekannt gegeben. Es sei Zeit für neue Kräfte. Er sei aber bereit, mit Rat und Tat ein neues Team zu unterstützen, sagte Desgrandchamps.

Die Bilanz der 21. Triennale vom letzten Herbst ist durchzogen. «Die Ausstellung ist als Gesamtkunstwerk wahrgenommen worden», erklärte der Präsident der Kunstgesellschaft, Philipp Glocker, im Rückblick. Entsprechend sei das Lob aus der professionellen Ecke gross gewesen. Offensichtlich sei aber die Schwellenangst höher gewesen als auch schon: «Es war keine Ausstellung mehr für den kleinen Mann». Während die Vernissage mit rund 600 Personen gut besucht war, wollten an 9 Tagen nurmehr 1800 Personen die Werkschau sehen. Entsprechen gering war denn auch der Erlös aus Verkäufen einzelner Bilder. Dank Beiträgen seitens der Stadt und des Kantons dürfte die Traditionsveranstaltung finanziell ausgeglichen enden (die definitive Schlussrechnung steht noch aus).

Gross war dabei wiederum das Engagement der Kunstgesellschaft. In Eigenleistung sind mit 30 Helferinnen und Helfer gut 3000 Arbeitsstunden erbracht worden. Die Rechnung der Kunstgesellschaft schliesst mit einem Gewinn von 4000 Franken ab. Die finanzielle Situation ist weiterhin solid; in dieser Hinsicht stünde einer weiteren Triennale unter der Ägide der Kunstgesellschaft nichts im Wege.

Coffre ouvert am 6. Juli

Neben internen Veranstaltungen steht im Jahresprogramm die 9. Austragung des «Coffre ouvert» vom 6. Juli im Mittelpunkt. Ernesto Gravino, Nachfolger als Organisator von Initiant Claude Desgrandchamps, konnte schon diverse Anmeldungen vermelden. Es wird damit gerechnet, dass wiederum an die fünfzig Ausstellende den Marktplatz zu einem farbigen und quirligen Treffpunkt für Künstler, Kunstsammler und interessierte Laien machen werden.

Es ist eine schöne Tradition, dass jeweils ein Kunstschaffender eine Jahresgrafik im Auftrag des Vereins kreieren darf. Diesmal war die Reihe an Jürg Ottiger, der neben seiner künstlerischen Tätigkeit auch als Techniker in Kunsthaus engagiert ist. Er hat in einer Auflage von 50 Stück einen Pigmentdruck basierend auf einem Linolschnitt erarbeitet.