Kunstgesellschaft Grenchen

Die Triennale braucht 50 Computermonitore — wer beteiligt sich als Sponsor?

Der Präsident der Kunstgesellschaft Philipp Glocker (links) und Künstler Thomas Ruch stellen die Jahresgrafik 2018  vor.

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Der Präsident der Kunstgesellschaft Philipp Glocker (links) und Künstler Thomas Ruch stellen die Jahresgrafik 2018  vor.

Im Herbst ist wieder die internationale Grafik-Triennale. Die Kunstgesellscahft Grenchen sucht für ein Projekt an der Triennale Patenschaften für 50 LED-Computermonitore.

An der 53. Generalversammlung der Kunstgesellschaft Grenchen stand die bevorstehende Triennale im Mittelpunkt (7.-23 September). Der künstlerische Leiter Reto Emch orientierte über das Ausstellungskonzept mit einem ganz neuen Ansatz: In leerstehenden Industriebauten (SWG Unterwerk an der Brühlstrasse 10 und ehemalige Moserfabrik an der Sportstrasse 51) treffen neue digitale Experimente und Technologien auf traditionelle Druckgrafik.

In der Hauptausstellung werden auf Einladung des künstlerischen Leiters Werke von rund 100 Künstlern aus den letzten drei Jahren zu sehen sein. Punktuell erfolgt dabei auch eine thematische Gegenüberstellung von Installationen mit Druckgrafik.

Sponsoren gesucht

Eine Sonderausstellung ist der digitalen Grafik gewidmet. Dafür braucht es natürlich Monitore. Man sucht deshalb Patenschaften für insgesamt 50 Led-Computer-Monitore.

Zelebriert wird zudem die 3D Print Art. Zum einen mit einem Wettbewerb an Design-Schulen zum Thema «Design-Schuhe». Für Technik-Freaks gibt es eine Sonderschau «Design-Autos», in welcher aufgezeigt wird, was mit 3D-Druckern alles möglich ist.

«Dazu nehmen wir uns auch einer der ältesten künstlerischen Ausdrucksweisen an, der Tattoo-Kunst», verweisen die Verantwortlichen auf einen weiteren Programmpunkt. Zusammengearbeitet wird mit dem in unserer Stadt bestens bekannten «Lacky’s Tatoo Shop».

Bereits Tradition hat die Publikumsaktion. Sie wird der Selfie-Kunst gewidmet. 30 zu entdeckende Stationen in der ganzen Schweiz laden zum Mitmachen ein. Diese Aktion ist in einen Wettbewerb eingebettet, bei welchem die Firma «Edox» mit einem lukrativen Preis lockt.

Selfie: Schub für das Portrait

Reizvolle Einblicke verspricht auch die Parallel-Ausstellung des Kunsthauses Grenchen unter dem Titel «Prominent? Andy Warhols «Goethe» und andere Berühmtheiten». Das Streben nach den sprichwörtlichen 15 Minuten Ruhm hat im Mobiltelefon mit Fotofunktion und im Selfiestick praktische Erfüllungsgehilfen gefunden. Das Porträt als alte Gattung der Kunst erlebt damit einen überraschenden Boom und eine ungeahnte Popularisierung. Ausgehend von Andy Warhols «Goethe» (1981) aus der Sammlung des Kunsthauses Grenchen zeigt die Ausstellung Porträts seit den 1960er Jahren.

Der nächste Programmpunkt der Kunstgesellschaft ist jedoch die 8. Ausgabe des Coffre ouvert vom 7. Juli auf dem Marktplatz.

Finanziell steht der Verein auf soliden Füssen. Die vom Präsidenten Philipp Glocker präsentierte Jahresrechnung erbrachte einen Gewinn von knapp 5000 Franken. In der Bilanz stehen Rückstellungen im «Fonds Triennale» von 66'000 Franken.

Die Jahresgrafik wurde diesmal vom Künstler und Kunstdozenten Thomas Ruch erschaffen. Ausgehend von einem Zündhölzchen und seinem Querschnitt hat er in drei Druckgängen ein beeindruckendes Werk erschaffen.

Infos: www.triennale.ch, für Helfer und Interessierte an Monitor: philipp.glocker@sunrise.ch

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