Grenchen

Die Triennale beschreitet dreidimensionale Wege

Objekt aus dem 3D-Drucker des Schnottwiler Künstlers Marc Reist.

Objekt aus dem 3D-Drucker des Schnottwiler Künstlers Marc Reist.

Die Grenchner Grafik-Triennale findet nächste Woche zum 20. mal statt. Erstmals ist auch Kunst aus dem 3D-Drucker zu sehen.

Rund 20 Druckwerkstätten, Editeure und Künstlergruppen zeigen vom 17. – 20. September 2015 in der Tennishalle Grenchen über 1 000 Werke von rund 200 internationalen Künstlern. Dazu kommen Sonderschauen des Gastlandes Südafrika sowie erstmals im 3D-Print. Es ist die 20. Ausgabe der Triennale.

Seit 1958 findet die Triennale für Originaldruckgrafik in Grenchen statt und ist damit weltweit die älteste Ausstellung auf diesem Gebiet. Sie gehört zu den wichtigsten kulturellen Ereignissen im Kanton Solothurn und macht einem breiten Publikum druckgrafisches Schaffen aus aller Welt zugänglich.

Gezeigt werden neuste Arbeiten junger Talente sowie bekannter Künstlerinnen und Künstler. «Die Fokussierung auf die Handdrucktechniken ist zugleich eine Wertschätzung an die Druckwerkstätten, die diese Techniken weiter pflegen und deren Vorteile punkto Kontrast, Schärfe und Farbintensität gegenüber digitalen Drucktechniken schätzen», heisst es in einer Mitteilung der Veranstalter.

Kunst aus dem 3D-Drucker

Dieses Jahr ist mit dem 3-D-Print eine ganz neue, junge Kunstform vertreten . «Die additive Fertigung (3D-Druck) findet schon lange nicht mehr nur im Prototyping der Unternehmen seine Anwendung. Mit den sinkenden Preisen für 3D-Drucker haben pfiffige Künstlerinnen und Künstler den 3D-Druck für sich und ihre Kunst entdeckt und experimentieren damit wie es sich für Künstler gehört», schreib etwa das Fachportal 3d-grenzenlos.de. Teilweise mit selbst gebauten Maschinen werden mit exotische Materialien dreidimensionale Multiples gedruckt. Die Triennale schenkt dieser neuen Kunsttechnik mit dem Wettbewerb «3D-Print Art Competition» eine öffentliche Plattform.

Zusätzlich findet im Rahmen der 20. Triennale eine Sonderausstellung «South African Art Prints» der südafrikanischen Kuratorin Mandy Conidaris statt, die 20 Künstler aus ihrem Heimatland präsentiert . (rrg)

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