Betreuungsinstitution

Die Stiftung Schmelzi geht kulinarisch durchs Jubiläumsjahr

Dieser Neubau wurde 2017 bezogen.

Dieser Neubau wurde 2017 bezogen.

Die Betreuungsinstitution Stiftung Schmelzi feiert 2016 ihr 20-Jahr-Jubiläum. Vieles hat sich in diesen Jahren geändert, aber auch so manches ist geblieben.

1994 entstand die Idee, ein Wohnheim für «Menschen mit psychosozialem Entwicklungspotenzial» zu schaffen. Als idealer Standort sah man die verlotterte Villa Grimm in der Schmelzi. Da eine grundlegende Sanierung und ein tiefgreifender Umbau nötig waren, stellte sich von Anfang an das Problem der Finanzierung.

Hier spielte Felix Bernhardsgrütter – langjähriger Bankprokurist der damaligen Solothurner Handelsbank – eine wichtige Rolle. Zusammen mit dem ersten Vereinspräsidenten Boris Banga und dem damaligen Sozialamtsleiter, Josef Arnold erreichte man die Finanzierung der Übernahme und des Umbaus des Objekts. Im gleichen Jahr konnte der Umbau beginnen. Es entstanden die ersten 16 Wohnplätze.

Start am 1. Januar 1996

Beim Start waren mit Guido und Marianne Studer gerade mal zwei Arbeitspensen auf der Aufwandseite. Das Ehepaar Studer und die Vereinsgründer hatten bei ihrer Vision richtig erkannt, dass immer mehr Menschen von den Anforderungen der Arbeitswelt und Gesellschaft überfordert sind. Schon bald war das Wohnheim nicht nur ausgelastet, sondern es mussten zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden.

Mit dem Aufbau von externen Wohngruppen wurde das Angebot bedarfsgerecht erweitert. 2003 wurde die Wohngruppe «Castello» eingerichtet, wo 12 Bewohner einzogen. Bereits vier Jahre später konnte die Wohngruppe «Blüemli» mit weiteren zwölf Wohnplätzen in Betrieb genommen und damit der steigenden Nachfrage Rechnung getragen werden. Das Angebot der Stiftung hat eine überregionale Bedeutung erlangt. Im Jahr 2010 wurden 127 Personen von 50 Mitarbeitenden betreut. Die Mehrheit stammte aus dem Kanton Solothurn, weitere aus den Kantonen Bern, Aargau, Luzern, Schaffhausen und Basel-Land. Standorte weiterer Wohngemeinschaften sind nebst Grenchen, Zuchwil und Gänsbrunnen.

Sinnvolle Beschäftigung 

Unter anderem dank einer anonymen Spende in der Höhe von 350 000 Franken konnte 2007 ein Erweiterungsbau bezogen werden. 2011 wurde der Verein in eine Stiftung umgewandelt. Eine Tagesstruktur wird mit den Tagesstätten seit 2008 sichergestellt. Damit kann ein wesentlicher Teil des Unterhalts aus eigener Kraft bestritten und gleichzeitig den Bewohnern eine sinnvolle Tätigkeit geboten werden. Im Jahr 2014 konnte zudem eine Vereinbarung mit der Sunnepark AG in Grenchen abgeschlossen werden, zum Betrieb der dortigen Lingerie.

«Ein Jahr gemeinsam feiern im Grossen und im Kleinen», so heisst das Motto der Stiftung Schmelzi zum heurigen 20-Jahr-Jubiläum. Den Hauptakzent setzt die Stiftung mit kulinarischen Erlebnissen jeweils in Form eines Charity-Menüs. Diese vierteilige «Kulinarikstaffel» beginnt bereits am 4. März (vgl. Hinweis rechts)

Die weiteren kulinarischen Anlässe im Jubiläumsjahr sind am 11. Juni mit der Molekularküche von Rolf Caviezel, am 3. September heisst das Motto im Rahmen des traditionellen Flohmi «Wilder Westen mit Unterhaltung». Den Abschluss der Reihe bildet am 2. Dezember ein Galadinner im Advent. (at.)

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