Energieversorgung
Die Städtischen Werke Grenchen haben sich wieder erholt

Die SWG hat ein überraschend gutes Jahr hinter sich. Vor allem in den Bereichen Strom und Gas konnte mit der Rechnung 2010 wieder mehr Gewinn erwirtschaftet werden als 2009. Die Zahlen im Bereich Gas fallen dank der langen Heizperiode besonders gut aus.

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Die SWG konnte von der langen Heizperiode profitieren

Die SWG konnte von der langen Heizperiode profitieren

Keystone

Der Gasverkauf weist die stärkste Zunahme auf, um fast 22 Prozent. 175,6 Mio. Kilowattstunden wurden verkauft. Aber auch beim Strom und beim Wasser konnte der Absatz um jeweils 12 Prozent gesteigert werden. Die Abgabe an die Stadt betrug im letzten Jahr 1,4 Mio. Franken. 2009 waren es 1,2 Mio. Franken.

«Derart grosse Schwankungen sind wir nicht gewohnt. Eigentlich hatten wir ein schlechteres Jahr erwartet», erklärte SWG-Geschäftsführer Per Just gestern dem Gemeinderat. «Auf Basis der angeschlagenen Wirtschaft hatten wir für 2010 eine schwarze Null budgetiert.» Doch dank der raschen Erholung der Wirtschaft bleibt unter dem Strich ein Jahresgewinn von 964600 Franken (Vorjahr 500000). Der Gesamtertrag ist auf knapp 42,1 Mio. Franken gestiegen. Der Aufwand hat von 25,8 auf 26,4 Mio. zugenommen.

Netzmodernisierungen waren nötig

Wiederum wurde viel, nämlich 5,4 Mio., in den Ausbau des Netzes investiert. Die aufgrund der tiefen Hypothekarzinse starke Bautätigkeit macht sich bemerkbar. Gerade im Zentrum sind mit grossen Bauvorhaben wie der Alterssiedlung «60+» Netzmodernisierungen nötig geworden.

Bei den Preisen liegt die SWG ebenfalls gut, wie Verwaltungsratspräsident Boris Banga erwähnt. Die Preise der SWG liegen immer noch unterhalb des Marktpreises. Per Just hält allerdings fest, dass die Kosten für Energie aufgrund des Abschaltens von Atomkraftwerken in Deutschland ansteigen werden. (fup)

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