Deutsch sprechen
Die Sprachbrücke Grenchen gibt es weiterhin

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Deutsche Sprache, schwierige Sprache - doch die Sprachbrücke macht vieles einfacher. (Archiv)

Deutsche Sprache, schwierige Sprache - doch die Sprachbrücke macht vieles einfacher. (Archiv)

Andreas Kaufmann

Auch wenn sich die Klassenbestände situationsbedingt relativ häufig verändern, erfüllt die Sprachbrücke Grenchen weiterhin eine wichtige Funktion, wenn es darum geht, Asylsuchende beim Erwerb der deutschen Sprache zu unterstützen. Nach einer angeregten Diskussion entschied sich die Mitgliederversammlung einstimmig dazu, das Angebot weiterzuführen. Die Sprachbrücke springt dort in die Lücke, wo es notwendig erscheint; oft, weil die betroffenen Menschen (noch) keinen vom Kanton organisierten Kurs absolvieren können, zunehmend aber auch ergänzend dazu. Die Asylsuchenden werden ehrenamtlich unterrichtet.

Da die Niveauunterschiede teilweise doch beträchtlich sind, und um eine möglichst individuelle Betreuung zu gewährleisten, stehen jeweils zwei Lehrpersonen pro Klasse im Einsatz. In der von Präsidentin Thesi Frei geleiteten Versammlung kam auch zum Ausdruck, dass die Studierenden fast durchweg erstaunliche Fortschritte machen. Man arbeite nicht mit theoretischen Lernzielen, sondern vermittle, was für die Teilnehmenden wichtig sei. Weniger von Erfolg gekrönt blieb der Versuch, sich mit ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern regelmässig zum Austausch zu treffen, um die erworbenen Kenntnisse auch anzuwenden. Das Projekt soll aber nicht ganz aufgegeben werden. In Zukunft werden diese Treffen nicht mehr zentral an einem Ort stattfinden, sondern Freiwillige verabreden sich mit Interessierten zu ungezwungenen «Tandem-Gesprächen».

Dank einer namhaften Spende der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn konnte Kassier und Administrator Georges Schild einen Gewinn von an die 3900 Franken vermelden. Der Verein verfügt über ein Guthaben von 6000 Franken.

Neben Thesi Frei und Georges Schild wurden Bettina Henzi (Vizepräsidentin, Schulleiterin) und Daliborka Petrovic (Zusammenarbeit Sozialämter) in ihrem Vorstandsamt bestätigt.
Die Sprachbrücke sucht weiterhin freiwillige Mitarbeitende. (igu)

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