Alles andere als ideal waren die Bedingungen am diesjährigen Silvesterlauf in Bettlach. In höheren Lagen lag viel Schnee, auf diesen hatte es am Vortag mehrere Stunden geregnet, sodass insbesondere die Bergstrasse teilweise äusserst rutschig war. Ein Lawinenniedergang oberhalb des Bettlachbergs hatte zudem den Weg verschüttet.

Doch das OK unter der Leitung von Christian König liess sich nicht beirren. Köbu Trachsler spurte mit dem Pistenbully am Samstag einen  Weg im oberen Teil der Strecke. Am Lauftag selber klarte das Wetter auf, sodass die Wanderer und Läufer ein spektakuläres Alpenpanorama geniessen konnten.

Auch dieses Jahr haben 40 Läufer und etwa 30 Wanderer die Strecke unter die Füsse genommen, die vom Bettlacher Schützenhaus auf der Bergstrasse bis zum Restaurant Bettlachberg führt und von dort weiter hinauf zur Wasserscheide. Das Ziel liegt beim Bergrestaurant Oberes Brüggli, wo Roland Thalmann und Heinz Lorenz die Finisher mit einem Chessi auf dem Feuer gebrauten «Gemselitee» empfingen.

Bettlachberglauf 2017

Bettlachberglauf 2017

40 Läufer und rund 30 Wanderer haben am Silvesterlauf Bettlach 2017 teilgenommen. Erster wurde erneut Bernhard Eicher aus Grenchen. Seine Frau Anja Eicher wurde Erste bei den Damen.

Rekord ausser Reichweite

Letztes Jahr hatte der Grenchner Bernhard Eicher zum zweiten Mal hintereinander einen Streckenrekord aufgestellt und den Berglauf mit 31 Minuten 42 Sekunden zum wiederholten Mal für sich entschieden. Damals hatte es keinen Schnee, diese Zeit war diesmal folgedessen ausser Reichweite. Nicht wenig erstaunt waren die Wanderer - sie starten jeweils (mindstens) eine Stunde vor den Läufern - , als sie Eicher nach 37 Minuten 28 Sekunden im Ziel einlaufen sahen, ein Rückstand also von nur knapp sechs Minuten auf die bei idealen Verhältnissen gelaufene Bestzeit. Kein Wunder zeigt sich Eicher mit der erbrachten Top-Leistung zufrieden.  

Die Verhältnisse waren anspruchsvoll.

Silvesterlauf 2017

Die Verhältnisse waren anspruchsvoll.

Anja Eicher bei den Frauen vorn

«Ich bin nur ein einziges Mal gestürzt  und das war nach dem Zieleinlauf, als ich zum Rucksack mit meinen Kleidern wollte», erzählt Eicher grinsend und umarmt seine Frau Anja. Sie war die erste Frau, welche die Ziellinie überschritt und dies in einer Zeit von gut 45 Minuten. Auch sie zeigte sich zufrieden mit dem Resultat, obwohl sie auf einem glitschigen Abschnitt einen Sturz einstecken musste.

Zum Vergleich: das Gros der Wanderer wurden nach etwas fünfviertel Stunden im Bereich der Gustihütte von Bernhard Eicher und Co. eingeholt.  

OK-Chef Christian König konnte am Ende zufrieden auf einen Lauf ohne Zwischenfälle zurückblicken und dankte den Läufern für ihre Treue zum traditionsreichen Event. Dabei schaute er schon auf den Silvesterlauf 2018 voraus.