Mit Spannung hat nicht zuletzt die Politik verfolgt, wie Gesamtschulleiter Hubert Bläsi nach dem Weggang von Maja Karlen die Schulverwaltung organisiert. Denn da in Grenchen keine Schulkommission existiert, debattiert der Gemeinderat immer wieder gerne operative Angelegenheiten der Schulorganisation und möchte diesen oder jenen Zusatzbericht sehen oder Organigramme absegnen.

Gesamtschulleiter Hubert Bläsi hat dem Druck standgehalten. Auf Anfrage erläutert er, dass ein neuer «Leiter Dienste» gefunden wurde, der künftig auch als «Partner des Gesamtschulleiters» fungieren wird, wie Bläsi formuliert. Es ist Eugen Blümli aus Solothurn. Blümli war zuletzt Abteilungsleiter Hochschulen im Kantonalen Amt für Berufsbildung, Mittel- und Hochschulen und zuvor Geschäftsführer der Philosophisch-historischen Fakultät der Universität Bern.

Zusammen werden Bläsi und Blümli die Schulverwaltung, mit den verschiedenen zugeordneten Aufgaben und den insgesamt 67 Mitarbeitenden, führen. «Ich freue mich mit Eugen Blümli einen kompetenten Co-Piloten gefunden zu haben», meint Bläsi und auch, dass quasi ein nahtloser Übergang bei der Übernahme der Aufgaben möglich gewesen sei. Blümli hat seine Stelle am 2. November angetreten. In einem nächsten Schritt würden die Mitarbeitenden über die «Rollenverteilung» der Beiden informiert, sagt Bläsi - allerdings noch ohne Details zu nennen.

Neu aufgegleist wurden ebenfalls die Assistenzen. Evelyne Schuhmacher heisst die neue gemeinsame Assistentin von Hubert Bläsi und Sekundarschulleiter Rolf Glaus mit einem Pensum von 35 Prozent. Eine zweite Assistenz-Vollstelle für die drei Primarschulkreise Halden, Kastels und Eichholz wurde mit Sarah Gimmel besetzt, welche jedem Schulkreis vor Ort einen Drittel ihrer Arbeitszeit widmen kann.

Der neue Musikschulleiter und Nachfolger von Christa Vogt, Andreas Moser wurde an dieser Stelle bereits vorgestellt. Auch er hat seine Stelle Anfang Monat angetreten.

Neue Leiterin Tagesstrukturen

Schliesslich wurde auch eine neue Leiterin der Tagesstrukturen gefunden, welche in Grenchen zurzeit ausgebaut werden. Dies in der Person von Caroline Zweili, welche am 1. Dezember ihre Stelle antreten wird. «Die diplomierte Sozialpädagogin konnte sich in verschiedenen Institutionen ein umfangreiches Fachwissen in der Basisarbeit, sowie im Führen von Mitarbeitenden aneignen», erklärt Bläsi. Sie arbeitete unter anderem auch an den Tagesschulen der Stadt Solothurn.

Last but not least hat am 1. September auch eine neue Schulleiterin im Eichholz ihre Stelle angetreten. Sie heisst Agnes Fuchs und ist ausgebildete Schulleiterin.

«Ich bin froh, dass wir nach recht kurzer Zeit kompetente Mitarbeitende für alle vakanten Stellen finden konnten», zeigt sich Hubert Bläsi erleichtert. Er leitet nach wie vor die grösste Volksschule im Kanton mit 1560 Schülerinnen und Schülern und 190 Lehrpersonen, welche rund 4000 Schullektionen im Jahr erteilen.

«Nebenbei» müssen Bläsi und sein Team noch die Einführung des Lehrplans 21 implementieren, sowie die Umstellung des Grenchner Systems von der separativen auf die integrative Förderung vorbereiten. Dieser Aufbau verlaufe bis anhin plangemäss, erklärt Bläsi. Nächster Fixpunkt sei ein Schulaudit durch den Kanton am 12. November.