Bachtelen
Die Schüler sind ein Jahr weiter fortgeschritten

An der Schulausstellung zeigten die Schülerinnen und Schüler des sonderpädagogischen Zentrums Bachtelen ihren Eltern und Bekannten, was sie in diesem Schuljahr erreicht haben. Und das ist viel.

Lucien Fluri
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Mit ihren Stücken gewannen die Schüler das Publikum ganz schnell.

Mit ihren Stücken gewannen die Schüler das Publikum ganz schnell.

Lucien Fluri

Kurz vor 19 Uhr kracht es so richtig im Schulzimmer von Kurt Studer. Gong und Handorgel werden gleichzeitig gespielt, am Schlagzeug gibt ein Knabe so richtig Gas. Überall im Zimmer stehen Musikinstrumente. Das Interesse, eines auszuprobieren, ist gross.

Wenige Minuten später ist es im sonderpädagogischen Zentrum plötzlich ruhig. Vor der Türe des Schulzimmers spielen jetzt ganz fein, konzentriert und aufeinander abgestimmt Schüler von Lehrer Renato Loretan auf dem Xylofon. Ihnen schaut ein grosses Publikum zu: Fast 130 Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern und Lehrer haben am Donnerstagabend am sonderpädagogischen Zentrum Bachtelen mit der traditionellen Schulausstellung das Schuljahr abgeschlossen – in lockerer Atmosphäre. «Für Kinder und Eltern soll es möglichst unbeschwert sein», sagt Christof Koch, Leiter Schulen im «Bachtelen». Die Türen der Klassenzimmer stehen offen. Auf den Tischen lagen die Hefte der Schüler. Eltern blättern mit ihren Kinder im Ordner. «Mit Stolz können die Kinder ihre Fortschritte zeigen», sagt Koch.

Zehn Schüler beginnen eine Lehre

Für 24 Schüler war es der letzte Schultag im «Bachtelen». 14 von ihnen gehen in die Regelschule zurück oder wechseln in eine andere Schule. «Unser Ziel ist ganz klar die Reintegration in die Regelschule», sagt Koch.

Zehn der 24 Schüler, die das «Bachtelen» verlassen, haben ihre offizielle Schulzeit ganz hinter sich. Sie wechseln in die Berufsausbildung.

Welche praktischen Fähigkeiten sie aus Grenchen mitnehmen, war am Donnerstagabend in der Aula zu sehen, wo die praktischen Arbeiten aus dem vergangenen Schuljahr standen. Winddrachen hingen an den Wänden. Spielbretter, Sitzsäcke und Kaugummiautomaten aus Holz haben die Schüler im letzten Jahr selbst hergestellt. Ein Schüler hat selbst einen Grillrost geschweisst. Krönung der handwerklichen Arbeiten sind Möbelstücke: Holzregale auf Rädern. Dass die Schüler ihre Wünsche tatsächlich realisieren können, ist das Ziel von Werklehrer Markus Heidegger. «Bei ihren Interessen kann man die Schüler am besten abholen», sagt er. «Am Schluss soll das Erfolgserlebnis stehen.»

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