Es ist nun mal so: Spricht man Passanten auf die Repla Grenchen-Büren an, erhält man kaum eine aussagekräftige Antwort. Dabei ist sie eine der wenigen Organisationen, die gleich zwei Kantonen dient und dabei oft als Brückenbauerin auftreten kann. Die kleine, aber feine Ausstellung im Kultur-Historischen Museum hat nun unter anderem zum Ziel, die Planungs- und Dienstleistungsorganisation einer breiteren Bevölkerung bekannt zu machen.

Bekanntlich widmet sich das Museum vor allem der Stadtgeschichte Grenchens. Wie Angela Kummer, Leiterin des Museums, und der Präsident der Stiftung Museum, Lukas Walter, an der Vernissage betonten, sei man aber bestrebt, in Zukunft vermehrt als regionales Zentrum für Geschichte aufzutreten und die umliegenden Gemeinden sowie die Organisationen von regionaler Bedeutung in der Vermittlung ihrer Geschichte zu unterstützen.

So hatten bereits diverse Nachbargemeinden ihren Gastauftritt, und zum 50-jährigen Bestehen überliess man nun der Repla, der die Gemeinden Grenchen, Arch, Meienried, Bettlach, Lengnau, Oberwil, Büren an der Aare, Leuzigen und Rüti bei Büren sowie als Einzelmitglied der Flughafen angehören, den Ausstellungsraum im dritten Stock, um ihr Wirken zu dokumentieren.

Entstanden ist eine Schau, die übersichtlich und eindrücklich die vielfältigen Tätigkeitsfelder der Organisation beleuchtet. 1965 gegründet, um auf der Suche nach einer geeigneten Linienführung für die Autobahn A5 in der landschaftlich und ökologisch äusserst empfindlichen Grenchner Witi mitzuwirken, hat sich die Repla GB in der Zwischenzeit zu einer Institution entwickelt, die vielfältige Aufgaben übernimmt und diverse Dienstleistungen anbietet.

So war sie unter anderem Vorreiterin für den geplanten Windpark auf dem Grenchenberg, bietet eine Energieberatung an, macht sich stark im Kampf gegen Littering, erstellte einen überkommunalen Energie-Richtplan, sucht nach optimalen öV-Verbindungen in der Region oder nimmt die Voltenkontrolle des Flughafens wahr.

Repla-Präsident Konrad Schleiss ist sich sicher, dass der Organisation die Arbeit nicht ausgehen wird. «Wir werden uns aber wohl in Zukunft noch weiter in Richtung Dienstleistungen entwickeln», wagte er einen Ausblick. Er vergass aber auch das eigentliche Kerngeschäft in seinen Ausführungen nicht: «Planung heisst, die Infrastruktur für die nächste Generation bereitzustellen.»

Ein besonderer Leckerbissen in der Ausstellung stellt übrigens eine multimediale Station dar, in welcher sich diverse Exponenten zur Raumplanung und zur Organisation äussern. Dazu hat der ehemalige Grenchner Baudirektor Claude Barbey, der als langjähriges Vorstandsmitglied der Repla die Vorzüge und Schwierigkeiten des Vereins aus dem Effeff kennt, mit spitzer Feder und feiner Ironie Cartoons verfasst, die zum Mit- und Weiterdenken anregen.

Bis 30. September.