Bettlach
Die Profi-WG feiert Jubiläum

Das Gästehaus Sleepbox feiert bald sein 10-jähriges Bestehen. Die spezielle Übernachtungsmöglichkeit bietet einfache und günstige Zimmer an.

Olivia Schmidiger
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Jela Lack vom Gästehaus Sleepbox ist routiniert. Hanspeter Bärtschi

Jela Lack vom Gästehaus Sleepbox ist routiniert. Hanspeter Bärtschi

Solothurner Zeitung

Wer in der Gegend von Grenchen vorübergehend arbeiten muss und weder ein Hotel noch eine Wohnung mieten will, dem kann die Firma Sleepbox in Bettlach aushelfen. Das spezielle Gästehaus feiert dieses Jahr sein 10-Jahr-Jubiläum. «Sleepbox» ist auf Langzeitaufenthalte spezialisiert und bietet ebenso einfache wie günstige Zimmer. Manchmal kommen ganze Gruppen, die in der Nähe eine Ausbildung machen. Es kommt aber auch vor, dass es Leute sind, die zum Beispiel an einer Hochzeit teilnehmen.

Im Gästehaus gibt es 17 Zimmer mit 34 bis 40 Betten. Das Ganze ähnelt einer Wohngemeinschaft. Die Zimmer sind einfach, sie erinnern an Skilager aus der Schule, mit Betten, Schrank und Stuhl. Jedoch sind nicht vier bis sechs, sondern nur ein bis zwei Personen in einem Zimmer. Geschäftsführerin Jela Lack meint dazu: «Die meisten arbeiten den ganzen Tag, sie kommen nur zum Schlafen in ihre Zimmer.» Es gibt zwei Küchen, in jedem Teil des Hauses eine. Die Küchen sind gross, mehrere Kochplatten sorgen dafür, dass sich die Gäste nicht in die Quere kommen. Auch im Gemeinschaftsraum ist die Einrichtung nicht pompös, eher spartanisch, dennoch irgendwie gemütlich.

Auch ein Fernsehapparat ist vorhanden. Der eine Gemeinschaftsraum hat sogar einen zusätzlichen Flachbildschirm. Das ist praktisch, da oft Personen aus dem Ausland zu Gast sind. Diese sehen sich gerne ihre Heimatsender an. Jela Lack: «Im Moment haben wir eine Gruppe aus Portugal und eine aus Polen. Beide schauen fern, die einen auf dem normalen Fernseher und die anderen auf dem Flachbildschirm. Das funktioniert einwandfrei.» In jedem Flügel ist zudem eine Sanitäranlage vorhanden. Allerdings sind sie alt und sollten, laut Lack, endlich saniert werden.

Regeln werden meist befolgt

Es gibt auch bestimmte Hausregeln. So muss man zum Beispiel Ordnung halten oder die anderen Bewohner fair behandeln. Beim ersten Verstoss wird der Gast höflich ermahnt. Wer sich trotzdem nicht an die Regeln hält, muss gehen. Jela Lack meint: «Dass jemand gehen muss, kommt sehr selten vor, die meisten sind friedlich und rücksichtsvoll. Je nachdem drücke ich auch ein Auge zu.» Der freundliche Umgang zeigt sich auch in den Rückmeldungen. Auf der Checkliste, wo Kunden nach ihrem Aufenthalt ihre Meinung aufschreiben dürfen, würden fast nur Komplimente stehen, erzählt Jela Lack.

«Die Idee zur ‹Sleepbox› ergab sich einfach», erklärt Jela Lack. «Früher hatten mein Mann und ich ein Restaurant mit drei Gästezimmern. Diese wurden fünf Jahre lang von derselben Firma gemietet. Die Anfrage nach Gästezimmer war gross und nachdem wir mit dem Wirten aufhörten, beschloss ich, ein eigenes Gästehaus zu eröffnen.» Die Firma Sleepbox gibt es nun schon seit 2001. Das Konzept wurde immer wieder ausgebaut und verbessert. Jela Lack meint: «Am Anfang war vieles neu, ich musste viel dazulernen. Heute ist das meiste bereits Routine.»

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