Winter
Die Pistenarbeiter kämpfen sich durch die grossen Mengen Schnee

Nach Sonne, Schnee und Regen kam der Sturm «Andrea» der den Neuschnee buchstäblich wegfegte. Für die Verantwortlichen, hauptsächlich Skiliftbetriebsleiter Tobias Freudiger und Pistenfahrzeugfahrer Max Kocher gabs alle Hände voll zu tun.

Kaspar Haupt
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Max Kocher ist mit seinem Pistenfahrzeug schon am frühen Morgen unterwegs, um Schneesportlern ein möglichst ungetrübtes Vergnügen zu ermöglichen.Fotos: Kaspar Haupt

Max Kocher ist mit seinem Pistenfahrzeug schon am frühen Morgen unterwegs, um Schneesportlern ein möglichst ungetrübtes Vergnügen zu ermöglichen.Fotos: Kaspar Haupt

Nach einem verheissungsvollen Auftakt der Wintersaison auf dem Grenchenberg setzte eine vorübergehende Warmfront dem Schneevergnügen ein Ende. Bedingt durch andauernde Regenfälle musste der Betrieb des Skilifts bereits schon zum Jahresanfang eingestellt werden. Die aufgeweichte Piste liess das Skifahren kaum noch zu. Die neue Kaltfront mit einsetzenden Schneefällen wurden vom Wintertief «Andrea» begleitet. Heftige Sturmböen fegten über die Jurahöhen, die Schneemengen wurde buchstäblich vom Winde verweht. Sogar am Donnerstag und Freitag stellte der Busbetrieb wegen der misslichen Wetterlage die Bergfahrten ein.

Lange Arbeitstage

Unterdessen war die Skilift AG auf dem Grenchenberg bemüht, eine fahrbare Piste zu präparieren. Allerdings mussten im Laufe des Freitagnachmittages die Arbeiten eingestellt werden, weil über den Grenchenbergen wieder Sturmböen bis zu 120 Stundenkilometer hinweg fegten, wie von Skiliftbetriebsleiter Tobias Freudiger und von Pistenfahrzeugfahrer Max Kocher zu erfahren war. Für Tobias Freudig gabs am Donnerstagabend sogar eine späte Heimkehr. Durch die umgestürzten Bäume auf der Bergstrasse, verursacht durch die Sturmauswirkungen von «Andrea» musste Revierförster Patrick Mosimann die Strasse regelrecht frei sägen. Da von der Kaltfront über den Jurahöhen weitere Schneefälle zu erwarten waren, doch für den Samstag passables Wetter angesagt war, und der Busbetrieb auch seine Fahrten wieder aufnahm, begann für Max Kocher der Arbeitstag am Samstagmorgen bereits um 6.30 Uhr. Mit dem Pistenfahrzeug musste Kocher die prekären Stellen der Piste mit Schnee aus den Verwehungen auffüllen.

«Dabei begann alles so verheissungsvoll am Samstagmorgen», erzählte Max Kocher. «Vom Grenchenberg aus bot sich eine herrliche Sicht auf die Alpenkette des Berner Oberlandes mit strahlenden Viertausendern im Morgenrot. Der Schnee ist gut, die Piste wieder befahrbar, allerdings könnten wir noch einen halben Meter Schnee gebrauchen», meinte Max Kocher. So wie er hofften noch viele Leute auf ein einigermassen schönes Wochenende. Während Max Kocher mit dem Pistenfahrzeug noch emsig bei der Arbeit war, brachte der Bergkurs die ersten Gäste auf den Unterberg. Doch bereits im Laufe des Vormittages stieg wieder dichter Nebel auf und es begann ein anhaltender Schneefall. Obwohl der Nebel immer dichter wurde, schneite es unaufhörlich, während in den Niederungen, unweit der Holzerhütte, der Schnee in Regen überging.

Schlitteln: Spass für Nichtskifahrer

«Glaubt man der Wettervorhersage» äussert sich Tobias Freudiger, «dann sollen die Schneefälle von anhaltender Dauer sein, was gut für die Pisten wäre». Egal wie das Wetter auch am Sonntag ist, für Max Kocher ist klar, dass er am Sonntagmorgen bereits um 5 Uhr mit dem Pistenfahrzeug unterwegs sein wird. Wenn die ersten Gäste und der 9 Uhr Kurs der BGU auf den Unterberg kommen, findet man gut präparierte und befahrbare Pisten. Dazu gehört auch die Piste beim Kinderlift. Der sanft abfallende Hang ermöglicht Kindern und Nichtskifahrer herrliche Schlittenfahrten.