Grenchen

Die mia will 2014 wieder auf die Fussballfelder anstatt ins Velodrome

Mittelländer Ausstellung im Velodrome: Betreiberin Caroline Möri ist nicht zufrieden.

Mittelländer Ausstellung im Velodrome: Betreiberin Caroline Möri ist nicht zufrieden.

Betreiberin Caroline Möri will die mia 2014 anstatt im Velodrome wieder auf den Fussballfeldern des FC Grenchen durchführen. Probleme habe es verschiedene gegeben. So wünsche sich die mia mehr Zeit für den Auf- und Abbau der Ausstellung.

Die Nachricht von Gewerbeverbands-Präsident Heinz Westreicher anlässlich der GVG-Herbstversammlung vom Montag schlug ein wie eine Bombe. «Die mia 2014 findet voraussichtlich vom 24. Mai bis 1. Juni . statt. - Aber wo, ist noch offen.»

Raunen geht durch die Reihen der Gewerbevertreter. Rolf Probst vom Reisebüro Vasellari schüttelt ungläubig den Kopf. «Über die Gründe spekulieren ist zwar müssig. Aber das Velodrome wurde doch unter anderem auch mit dem Versprechen gebaut, dass die mia nicht mehr die Fussballfelder des FC belegen muss.» Deshalb hakt Probst zum Schluss der Versammlung nach. Doch Westreicher zuckt die Schultern, auch auf Nachfrage der Zeitung. «Ich kann Ihnen nicht sagen, was das Problem ist, denn ich weiss es nicht»

Eine Spurensuche: Probleme gibt’s offenbar einige, wie mia-Besitzerin Caroline Möri auf Anfrage sagt. Sie wolle aber nicht ins Detail gehen. Nach den Erfahrungen mit der mia 2013 habe sie sich deshalb gesagt, dass eine mia 2014 besser wieder draussen stattfinde. Auch die Aussteller seien in verschiedener Hinsicht nicht warm geworden mit der Situation im Velodrome, erklärt Möri. Auch habe sie lange auf eine Offerte des Velodromes gewartet, die schliesslich erst im Oktober gekommen sei.

Mehr Zeit für Aufbau

Nach konkreten Problemen gefragt, nennt sie als Beispiel, dass sich die mia beispielsweise längere Zeit wünsche, um die Ausstellung auf und abzubauen. Sie habe sich deshalb entschieden, die Stadt anzufragen, ob sie das Aussengelände für 2014 nochmals nutzen könne. Inzwischen hat sich die Gemeinderatskommission (GRK) über das Ansinnen gebeugt.

«Zuerst kamen positive Signale, zumindest mündlich, aber jetzt scheint es nicht mehr klar zu sein.» , so Möri gestern. Heute soll die GRK einen definitiven Entscheid fällen, ob die Stadt ihr das alte mia-Gelände nochmals zur Verfügung stellt. Denn für Möri ist offenbar klar, dass sie 2014 nicht ins Velodrome will.

Später vielleicht schon wieder. Die Miachefin schliesst nicht aus, dass das Velodrome künftig wieder zum Zug kommt. Dazu müssten aber verschiedene Dinge neu, bzw. besser geregelt werden. «Ich habe die mia nicht gekauft, um damit aufzuhören. Sie liegt mir am Herzen», versichert sie. Auch ein anderer Standort sei für sie keine Option.

Velodrome-Chef Peter Wirz erklärt, er sei an der letzten Stiftungsratsitzung von Boris Banga informiert worden, dass es 2014 keine mia im Velodrome gebe. Offiziell bestätigt habe dies die Messeleitung erst auf seine Anfrage am Montag.

«Problem ist sehr vielschichtig»

Peter Wirz bestätigt weiter, dass er Caroline Möri anfangs Oktober eine Offerte für die mia im Velodrome gestellt hat. Er betont, dass man zu den gleichen Preisen wie 2013 offeriert habe, was bereits Sonderkonditionen bedeute. Auch sei man interessiert an einem mehrjährigen Vertrag.

«Leider habe ich seither nichts mehr von Frau Möri gehört», so der Velodrome-Chef weiter. Auch nicht mit Wünschen für andere Konditionen. Er sei sich bewusst, dass die mia 2013 mit verschiedenen Problemen im Zusammenhang mit dem Velodrome-Bau zu kämpfen gehabt habe. Die baulichen Mängel seien aber inzwischen behoben. Auch habe er keine weitergehende Kritik vernommen.

FCG-Präsident Rolf Bieri zeigt sich in einer ersten Reaktion enttäuscht. «Wenn die mia wieder auf die Fussballfelder kommt, haben wir ein Problem. Wir haben ja fürs Velodrome schon Platz abgegeben, in der Erwartung, dass die Messe künftig dort stattfindet.Auf Plätzen, auf denen die mia stand, können wir monatelang nicht mehr spielen.»

Aus der GRK gibt’s naturgemäss keine zusätzlichen Infos «Da kann ich nichts dazu sagen», meint GRK-Mitglied Hubert Bläsi. «Ausser etwas: das Problem ist sehr vielschichtig.»

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