Grenchen
Die letzten Parzellen in einem «neuem» Quartier werden überbaut

Am Alemannenweg entstehen vier neue Gebäude mit insgesamt 19 Wohneinheiten – damit ist das Quartier vollständig.

Oliver Menge
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Spatenstich Alemannenweg

Spatenstich Alemannenweg

Oliver Menge

Im Jahr 2008 genehmigte der Gemeinderat den Gestaltungsplan «Kastels». Das Gebiet nördlich der GAG bestand aus einer einzigen, landwirtschaftlich genutzten Parzelle und sollte in verschiedenen Etappen erschlossen und überbaut werden. Vor einer Parzellierung mussten allerdings verschiedene Hindernisse ausgeräumt werden. So bestanden zum Beispiel alte Quellenrechte, die man zuerst «beseitigen» musste, erklärte Architekt Aldo Bigolin vom Büro Bigolin & Crivelli.

2009 begann die Stadt mit der Erschliessung der Grundstücke. Der Alemannenweg wurde als Erschliessungsstrasse ausgebaut, Gas, Wasser, Abwasser, Strom , Telefon und Kabelfernsehen eingezogen. Die Stadt gab das Erscheinungsbild vor, dem öffentlichen Strassenraum und der Bepflanzung wurden besondere Beachtung geschenkt. Der Alemannenweg wurde als Sackgasse mit einem Wendeplatz am Ende definiert, einem alten Wegrecht nachkommend führt ein Fussweg namens «in den Stauden» hinauf zur Studenstrasse.

Im Frühling 2010 standen auf dem grossen Areal die ersten zwei Einfamilienhäuser, weitere folgten über die letzten Jahre. Das in 23 Parzellen aufgeteilte Gebiet wurde nach und nach überbaut, alles im ähnlichen Stil, nach den Vorgaben des Gestaltungsplanes.

Gestern fand der Spatenstich für die zwei letzten Etappen der Überbauung unter der Bezeichnung «Neukastels» statt: Am unteren Ende des Alemannenweg entstehen zwei identische Mehrfamilienhäuser mit je zwei Dreieinhalb- und drei Viereinhalbzimmerwohnungen. In einer zweiten Etappe werden am nordöstlichen Ende des Alemannenwegs ein Mehrfamilienhaus mit fünf 3,5 und 4,5-Zimmer-Wohnungen sowie vier Reihen-Einfamilienhäuser erstellt. Insgesamt also 19 Eigentumswohnungen.

Rund 30 Prozent der Wohneinheiten habe man bereits verkaufen können, sagt Oliver Grimm, der sich um die Vermarktung kümmert. Sein Büro setzt dabei auf Virtual Reality: Mittels QR-Code gelangt man auf eine Webseite, auf der man die Überbauung virtuell durchfliegen kann. (om)