Umgeben von wildem Gewächs und unter den Blütenkirschen gelegen – die sich jeweils im Frühling in ihrer vollen rosa Pracht präsentieren – stehen sich unweit des Girardkreisels zwei Bänke in einer kleinen kiesbedeckten Nische gegenüber. Die schattige Oase lädt in der wärmeren Jahreszeit geradezu dazu ein, sich hinzusetzen und ein bisschen zu sinnieren.

Nimmt man sich die Zeit und wendet seinen Blick in Richtung Allee, so sieht man einen steten Fluss an Menschen diese entlangmarschieren. Meist sind es ältere Leute. Von Süden herkommend und ausgerüstet mit grossen leeren Taschen oder einem Einkaufstrolley, bahnen sie sich gemächlich ihren Weg in Richtung Stadtzentrum.

Ihr Ziel dürfte der Markt sein, der auch heute wieder frische Köstlichkeiten aus der Region anbietet. Dabei kreuzen sie sich mit den Heimkehrenden, welche den Marktbummel bereits hinter sich gebracht haben und nun vollbepackt den Rückweg antreten. Ab und zu huscht eine Person im Zickzack und schnellen Schrittes durch den Strom. Gut möglich, dass der eine oder andere noch rechtzeitig seinen Zug erwischen muss.

Die Insel der Ruhe mit ihren beiden Bänken wird zu dieser geschäftigen Tageszeit von den Vorbeiziehenden nur spärlich wahrgenommen – geschweige denn besucht. Einzig ein kleiner Vierbeiner würde wohl gerne etwas länger hier verweilen. Doch kaum hat er seine Schnauze ins Dickicht gesteckt, drängt ihn sein Besitzer mit einem Zupfen an der Leine bereits wieder zum Weiterziehen. Und so verschwinden auch sie alsbald wieder in der anonymen Masse, welche die Allee hinauf- und hinunterwandert.