Die Stadtmusik führte beim Jahreskonzert vom Samstag nach Amerika – «In das Land der unbegrenzten Möglichkeiten», wie Franziska Braga, Präsidentin der Stadtmusik, zu Beginn des Konzerts einführte.

Sie und Dirigent Rainer Ackermann führten die Moderation an diesem Konzertabend. An einer grossen Leinwand wurden passend zur Musik stimmige Bilder gezeigt, zusammengestellt von Stadtmusikmitglied Manuel Werder.

Die Stadtmusik konnte unter der hervorragenden Leitung Ackermanns ein glanzvolles, dynamisches Konzert auf die Bühne bringen. «Rest» von Frank Ticheli vermochte es, tief zu berühren. Mit sanften, reinen und vollen Klängen des gesamten Orchesters wurde zum Träumen angeregt.

Ebenfalls Alfred Reeds «Ballade» bewegte. Altsaxofonistin Priska Humair brachte in ihrem Solo zum Schwelgen. Mit ihrem Instrument eröffnete sie feinfühlig verschiedene Klang- und Gefühlswelten, treffend untermalt von der Stadtmusik.

Andreas Eichelberger, Hans Sigrist, Eduard Blaser und Philipp Grosjean boten mit ihrem Posaunensolo Jazz vom Feinsten. «T-Bones in Swing» (George Gershwin, arrangiert von Geert Schrijvers) war groovig und rhythmisch und lockte, den Takt mitzuklopfen.

Das Orchester begleitete diese Darbietung erstklassig. In «Molly on the shore» trat die Verspieltheit der Klarinetten zutage, die gewitzte, hüpfende Melodien darboten und ein Frage-Antwort-Spiel mit dem Orchester vollführten.

Besuch in Hollywood

Denkt man an den Film, so denkt man oft als erstes an Amerika und sein Hollywood. So führte die Stadtmusik zwei Filmmusik-Medleys auf: «Jurassic Park» und «Star Wars». Bei «Star Wars» von John Williams, arrangiert von Johan de Meij, gelang eine klanglich vielfältige und einwandfreie Aufführung.

Dramatik, Spannung, Ausgelassenheit und Melancholie kamen abwechselnd in den verschiedenen Passagen auf. Dabei wurden die piani und fortissimi grandios umgesetzt. In einer Passage spielten Oboen, Klarinetten und Flöten allein in zartem Einklang.

Das Konzert begeisterte die Anwesenden im vollen Parktheater. Mit regem Applaus wurden mehrere Zugaben ergattert, als letztes der «Solothurner Marsch», der einen feierlichen, kraftvollen Abschluss darstellte.