Grenchen

Die Kinder stehen beim Sonbre-Fest im Mittelpunkt

Der Event für die Grenchner Sonderschule war auch in der 31. Ausgabe ein Renner. Das Sonbre-Fest wurde von 20 Helfern organisiert. 1000 Franken Spende konnten gesammelt und an den Schulleiter Urs Wirth übergeben werden.

Rechtzeitig auf Samstagnachmittag hatte Petrus ein Einsehen, sodass das traditionelle Sonbre-Fest in und um die Sonderschule an der Breitengasse von guten Bedingungen profitieren konnte. Treu dabei war auch dieses Jahr der Kiwanis-Club, dessen Club-Maxime die Förderung der Jugend ist. Dieses Jahr nicht nur mit rund 20 Helfern, die für die Kinder den Spielparcours betreuten, sondern auch mit einer Spende von 1000 Franken, die anlässlich des 31. Sonbre-Festes dem Schulleiter Urs Wirth übergeben werden konnte.

«Normalerweise besteht unser Engagement vor allem aus Zeit, die wir uns für Kinder und Jugendliche nehmen, doch diesmal wollten wir ein zusätzliches Zeichen setzen», erklärte Kiwanis-Präsident Urs Steinemann (Arch) anlässlich der Check-Übergabe.

Spiel und Spass für Kinder

Die Kinder kamen danach einmal mehr in den Genuss eines abwechslungsreichen Spielnachmittages mit zehn Spielstationen, bei denen es mehr ums Mitmachen als ums Gewinnen ging. Beispielsweise mit Kegeln, Wurfspielen, Geschichten hören oder einer Bastelecke. Natürlich durfte auch das beliebte «Sirup-Bähnli» nicht fehlen. Zum Schluss des Spielblocks gabs für alle Teilnehmenden noch eine Gratis-Glace. Auch die Erwachsenen kamen auf ihre Rechnung mit einem reichhaltigen Angebot von günstiger Verpflegung. Der ganze Reinertrag der Sonbre-Feste kommt jeweils Aktivitäten der Sonderschule zugute und wird für Schulreisen, Lager und andere gesellige Anlässe eingesetzt.

Routinierte Jazzer

Traditionellerweise wird das Sonbre-Fest am Sonntagmorgen mit einem Jazzbrunch beendet. Auch die zwölfte Ausgabe des von der Vereinigung Pro Jazz organisierten Anlasses lockte dabei eine grosse Anzahl Besucher in den Garten der Sonderschule. Mit der Band The Harlem Sound gastierte aber auch eine Formation, die in der Old-Time-Jazz-Szene ihresgleichen sucht. Diverse Preise an Festivals im In- und Ausland sowie der Basler Kulturpreis zeugen von der Qualität der Musiker. Sie wurden diesem Renommee denn auch vollauf gerecht.

In der eher ungewöhnlichen Besetzung mit Klarinette und Saxofon (Urs Granacher), Piano (Dani Breitenstein), Banjo (Urs Tschopp) und Waschbrett (Wölfli Schönauer) zelebrierten sie ebenso unaufgeregten wie leidenschaftlichen Jazz. Urs Tschopp beeindruckte zusätzlich mit seinen gefühlvollen Gesangseinlagen. Das Repertoire bestand vor allem aus blues- und cajunlastigem New-Orleans-Jazz. Cajun-Musik ist die jahrhundertealte traditionelle Musik der frankofonen, Cajuns genannten Einwanderer, die im US-Bundesstaat Louisiana leben.

Die Band erlaubte sich auch Abstecher in andere Stilrichtungen. So spielten sie – um dabei nur ein Beispiel zu nennen – die Country-Hymne «City of New Orleans», welche von Grössen des Fachs wie Arlo Guthrie, Willie Nelson, John Denver oder Johnny Cash bekannt gemacht wurde, auf ihre ganz eigene Art. Überhaupt: Obwohl die Musiker bereits «alte Hasen» im Geschäft sind, kamen die Songs wohltuend frisch und originell arrangiert daher. Das Sonbre-Wochenende, das einmal mehr vom Wetterglück begünstigt war, fand so einen vergnüglichen und unterhaltsamen musikalischen Ausklang.

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