Ein Hauch von Magie wehte in Grenchen durch den Eusebiushof, als Profizauberkünstler René Schenkel, alias Zauberer Umberto, die Kinder ins Reich der Illusionen entführte. So hält der Grossmagier einen Zauberstab in die Höhe und erklärt: «Dieser Zauberstab ist kitzlig!»

Ungläubige Gesichter machen sich im jungen Publikum breit. Doch siehe da. Das magische Utensil windet sich wie von Geisterhand, als der Magieexperte seine Ankündigung in die Tat umsetzt. «Hä? Wie ist das möglich?», fragen die kleinen Zauberlehrlinge unisono, als die anfängliche Skepsis schlagartig in Staunen umschlägt.

Diesen und noch weitere Tricks konnten die jungen Magieinteressenten nicht nur bestaunen, sondern im Zauberkurs auch gleich selber erlernen. Denn dieser war der Auftakt zum diesjährigen Ferienpass und vollends ausgebucht.

«Meine Philosophie ist es, den Kindern Kunststücke beizubringen, die für sie auch machbar sind», erklärt Umberto. Denn Zauberkästen für Neueinsteiger seien für Kinder oftmals viel zu kompliziert beschrieben. Selbst die Eltern sind manchmal überfordert. Das ist frustrierend und lässt das Interesse an der Magie schnell wieder verfliegen.

Schenkel weiss, wovon er spricht. Der Zürcher ist Berufsmagier und perfektioniert das Zauberhandwerk, seit er zehn Jahre alt ist. Ausserdem führt er in Kloten seinen eigenen Zauberladen, den «Magic Zylinder».

Im Ferienpasskurs hingegen können die Zauberneulinge ihre gelernten Tricks gleich auf der Bühne ihren «Gspänli» vorführen. «Das ist wichtig, denn es gibt den Kindern ein Erfolgserlebnis», sagt der Zaubermeister. Das Prinzip geht auf, denn es macht den 35 anwesenden Schülern sichtlich Spass und sie sind begierig darauf, immer neue Zaubertricks zu lernen.

So lassen sie Kugeln aus einem Zauberpokal in ihre Hosentasche verschwinden oder lernen vorherzusagen, welche Karte ihr Gegenüber auswählen wird. Der Berufsmagier ermahnt die Kinder aber auch dazu, zu Hause fleissig weiter zu üben, am besten zu zweit oder vor einem Spiegel, um die Vorführung zu perfektionieren.

Auch der Meister selbst liess es sich nicht nehmen und zeigte den Kursteilnehmern, zu was ein Magier nach jahrelanger Übung fähig ist. So wird beispielsweise aus einem Ball kurzerhand zwei kleinere Bälle, ein Würfel und einmal sogar ein Hase.

«Das ist aber nur ein Trick, oder?», fragt ein Schüler verblüfft. Keine Sorge, Zauberei sei immer nur eine geschickte Illusion, entgegnet ihm Umberto lachend. Zum Schluss gab der Profi seinen Schülern noch die wichtigste aller Zauberregeln mit auf den Weg. «Verratet nie jemandem eure Tricks», so der Experte.