Grenchenberge
Die Jodlermesse beim Stierenberg vereint Bergpredigt und Chilbi

Der Jodlerklub Bärgbrünnli vermag alle Jahre mit der Jodlermesse auf dem Berg zu begeistern. Zwischen Bergpredigt und Tombola gaben die Jodler ergreifende und rassige Stücke zum Besten.

Kaspar Haupt
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Pastoralassistent Roman Wermut.

Pastoralassistent Roman Wermut.

Kaspar Haupt

Bereits früh am Morgen begann ein richtiger Run auf das Festgelände beim Stierenberg. Denn für viele Berg- und Kirchgänger bleibt der Stierenberg ein beliebter Treffpunkt. Statt Glockengeläute riefen die Treichelklänge der Mannen vom «Bärgahorn Eggiwil» und das «Alphornbläser-Echo vom Jura» mit einem Choral zur inneren Einkehr.

In fast filmreifer Kulisse zelebrierte Pastoralassistent Roman Wermut die sakrale Feier. «Schon in der Bibel werden uns die Berge als besonderer Ort der Gottesbegegnung beschrieben. Das war schon so vor 2000, 3000 Jahren ... Berg und Gott gehören zusammen», sagte Roman Wermut. «Gott lässt sich nicht zur Begegnung zwingen, aber wir können Räume schaffen, in denen das eher möglich ist, ihm zu begegnen.»

Eingeflochten in die Predigtabschnitte erklangen die Melodien der Jodlermesse, mit ihren schlichten und ergreifenden Texten, wie: «Dir Herr, wei mer singe. Dir Herr giut das Lied. Stärksch üs dr Gloube, gisch üs meh Muet, schänksch üs Di Liebi, Du grosse Gott. Dir giut üses fröidig Singe.» Gross war am Schluss der Applaus für die einfühlende Predigt und den ergreifenden Klang der Jodlermesse, vorgetragen vom Jodlerklub «Bärgbrünnli» unter der Leitung von Vreni Uhlmann.

Während die Besucher noch dem Predigttext und Klängen der Jodelmesse lauschten, waren die Helfer emsig bei der Arbeit: Auf dem Grill brutzelten die Bratwürste und der Wind trug den feinen Geschmack der bewährten Erbssuppe über das Festgelände.

Während die «Oeufi-Ländler» mit rassigen Weisen unterhielten, begann der Run auf die Erbsuppe. Und wer da meinte, er könne gegen Mittag schnell eine Suppe geniessen, sah sich getäuscht. Denn noch bevor der erste Kirchenbus gegen 12 Uhr ins Tal fuhr, war die Suppe ausverkauft.

Nicht ausverkauft waren die Tombolalose, Grilladen und das Süsse aus der Kaffeestube. Auch der Gastklub «Bärgblume Luterbach» machte sich bereit für einen unterhaltsamen Chilbibetrieb.