Grenchen
Die Hilari-Musig zeigte sich frisch und unverbraucht wie je

Das Foyer des Grenchner Parktheaters war brechend voll, als die Hilari-Musig am Sonntagmorgen zusammen mit ihren Fans das 50-Jahr-Jubiläum feierte.

André Weyermann
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Die Hilari-Musig begeisterte.

Die Hilari-Musig begeisterte.

Tina Dauwalder

Die Band tat dabei das, was sie seit nunmehr einem halben Jahrhundert tut: Sie begeisterte mit ihren ureigenen, abwechslungsreichen Sound, so dass der ganze Saal schon bald in Bewegung geriet.

Kleine Anekdoten und grosse Erfolge

Wie machen die zehn Herren das nur? Obwohl sie ihr Repertoire wohl aus dem Effeff kennen, wirkten die einzelnen Stücke frisch und unverbraucht, wurden mit Verve und ungemein viel Spielfreude dargeboten. Vizestadt-Präsident Urs Wirth meinte denn auch mit einem Augenzwinkern an die anwesenden Entscheidungsträger, dass eine Auszeichnung für die Combo überfällig sei; der Nachwuchsförderungspreis würde sich geradezu anbieten...

Der ehemalige Ober der Hilari-Zunft führte spritzig-witzig durch die Veranstaltung und sorgte dabei noch zusätzlich für gute Stimmung. So erfuhr man einiges über Geschehnisse und Anekdoten aus fünf Jahrzehnten Musiker-Leben «seiner Jungs»: Vom gelegentlichen Heisshunger (nicht nur auf Musik) der Band, von ihren Reisen, ihren Auftritten mit Grössen der Showszene, von kleineren Missgeschicken, vor allem aber von grossen Erfolgen.

In jeder Stilrichtung zuhause

Die Band dankte es mit einem äusserst bekömmlichen Potpourri an bekannten Melodien, wobei sie einmal mehr aufzeigte, dass sie in beinahe jeder Stilrichtung zuhause ist. Man spürte es: Jeder einzelne Musiker ist ein Könner an seinem Instrument. Und doch stand jederzeit die Band als Ganzes im Mittelpunk. Hier wirkten zehn Herren, die im Laufe der Zeit zu guten Freunden geworden sind.

Und wie sieht die Zukunft aus? Richard Kaufmann, Mann der ersten Stunde zusammen mit Alex Moser und Peter Flury, zeigte sich ob des Publikumszuspruches überwältigt: «Das wird wohl schwierig, jetzt einfach so aufzuhören.» Fixiert sind schon weiter Auftritte am 3. Dezember im Restaurant Airport und auch am Fasnachtssonntag wird die Band den traditionellen «Brunch» im Altersheim Weinberg musikalisch gestalten. Danach ist alles offen. Es würde aber nicht verwundern, wenn die Hilari-Musig noch mit dem einen oder andern weiteren Auftritt das kulturelle Leben Grenchens bereichern würde.