Rund 40 Aussteller werden sich im Eusebiushof mit ihren Ständen und extra ausgesuchten Angeboten für die Kundschaft präsentieren. Nachdem die Leistungsschau letztes Jahr nach einem neun Jahre dauernden Dornröschenschlaf wieder zum Leben erweckt wurde, hat der Gewerbeverband (GVG) wiederum alles getan, um die Besucherinnen und Besucher von Angebot und Handwerk zu überzeugen. Klein und fein ist die Grewa, aber ebenso besinnlich, interessant und fast familiär.

Von Beginn an ein Erfolg

1977 wurde die erste Weihnachtsausstellung des Grenchner Gewerbes in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit durchgeführt. «Jetzt erst recht!» lautete damals die Parole des Grenchner Gewerbes, das zum ersten Mal im wirtschaftlich rauen Umfeld der Bevölkerung im Eusebiushof die Vorteile und die Leistungen der Mitglieder des Gewerbeverbandes zeigte. Auf dieses Jahr wurde die Grewa von Weihnachtsaustellung und Winterausstellung unbenannt und hat ein neues Logo bekommen.

Bereits die erste Auflage der gewerblichen Weihnachtsausstellung wurde zu einem prächtigen Erfolg. Angenehm fiel damals der geschmackvolle Aufbau der Ausstellung auf, der die Besucherinnen und Besucher überzeugte. Die Initianten der Grewa und der Verantwortliche für die Gestaltung, Willy Schneider, legten Wert auf Geschmack, Kultur und eine positive Aussage zu Grenchen. Wesentlich war es den Verantwortlichen des GVG, dass das Gewerbe und der Handel in Kontakt mit der Bevölkerung kommen konnten. Gerade diese Absicht wurde voll und ganz erfüllt.

Gemeinsam attraktiv sein

Man muss sich die Situation in Grenchen in den 70er-Jahren vorstellen: Mit der Uhrenkrise blieben schlagartig auch die Pendler aus. Wo früher über 10000 Arbeitnehmende Tag für Tag von den Bahnhöfen zu den Fabrikbetrieben wanderten, wo Busse weitere Arbeiterinnen und Arbeiter aus dem Wasseramt und dem Bucheggberg nach Grenchen brachten, da versiegte der Strom der Pendler auf einmal. Damit blieben auch die täglichen Einkäufe im Grenchner Gewerbe aus. Dem Gewerbeverband gelang es an der Grewa aber, zusammen mit der Bevölkerung der Stadt und ihrer Umgebung ein starkes «Wir-Gefühl» zu entwickeln. Gemeinsam wollte man die Probleme angehen und lösen.

Die Geschichte der Grewa beschreibt Angela Kummer, Leiterin des Kulturhistorischen Museums, auch in der Jubiläumsschrift des Gewerbeverbandes der Stadt Grenchen. Für die Bevölkerung war die Grewa jeweils Auftakt der Vorweihnachtszeit, und die Ausstellung mit ihren vielen Attraktionen wurde zum gesellschaftlichen Treffpunkt der Stadt. Und das wird sie bestimmt auch dieses Jahr wieder sein. (rww/fup)

Die Winterausstellung Grewa 2012 findet vom 2. bis 4. November an ihrem «Geburtsort» im Eusebiushof Grenchen statt. Öffnungszeiten: Am Freitag, 2.11. von 17 bis 21 Uhr (Beizlibetrieb bis 22 Uhr), am Samstag, 3.11. von 11 bis 21 Uhr (Beizlibetrieb bis 22 Uhr), Sonntag, 4.11. von 11 bis 17 Uhr.