Bienen
Die Grenchner «Stadtbienen» sind brav und arbeitsam

Für die beiden «Stadtimker» Dani Allemann und Adrian Gerber sind die zwei Bienenvölker beim Grenchner Stadthaus eine Freude. Es zeichnet sich eine reiche Honigernte ab.

Andreas Toggweiler
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Die Grenchner "Stadtbienen" sammeln fleissig Honig
8 Bilder
Die Honigwaben füllen sich schnell, freut sich Gerber
Eine Honigwabe
Adrian Gerber zeigt eine Brutwabe
Die Bienen brüten fleissig und sind nicht aggressiv
Die beiden Bienenvölker beim Hotel de ville wohnen unter dem Stadtwappen
Der Honig glänzt
Brütende Bienen brauchen genug Wasser

Die Grenchner "Stadtbienen" sammeln fleissig Honig

AZ

Auf Initiative von alt Stadtpräsident Boris Banga wurde letztes Jahr hinter dem Stadthaus ein kleiner Bienenstock installiert, der seither von Stadtweibel Daniel Allemann und Adrian Gerber, beide auch privat Imker, betreut wird.

«Die Bienen sind super durch den Winter gekommen. Sie sind gesund und stark und sammeln seit Wochen Honig wie wild», freut sich Allemann. Der Standort in der Stadt sei ausgezeichnet, denn die Vegetation habe hier noch früher eingesetzt als am oberen Stadtrand, ergänzt Gerber. «Es ist das pure Gegenteil von letztem Jahr, als es einfach nicht Frühling werden wollte.»

Die Imker erwarten eine reiche Ernte. Schon etwa 15 kg Honig wurden von den beiden Völkern gesammelt. Wenn das Wetter gut bleibt, liegen 30 kg pro Volk gut drin. Allemann und Gerber sind auch erleichtert, dass die beiden Völker sehr zahm sind. «Am Anfang hatten einzelne Mitarbeiterinnen im Stadthaus Angst, sie könnten gestochen werden. Aber uns ist kein einziger Vorfall bekannt.»

Auch die Nachbarn hätten positiv reagiert. «Viele Leute kommen vorbei und beobachten die Bienen an der Arbeit, manche geben ihnen auch Wasser, was während der Brutzeit sinnvoll ist», erklärt Allemann. Kürzlich gabs allerdings fast einen Zwischenfall. Ein Junges Pärchen sass neben dem Bienenstock, und weil die Frau allergisch war, hat der Mann die Klappen des Stocks geschlossen. «Die Bienen hätten verenden können oder die beiden erst recht gestochen.»

Zum Glück schauen die beiden Imker praktisch täglich nach dem Rechten. Adrian Gerber öffnet den Bienenstock und nimmt Waben heraus: «Die Brut gedeiht prächtig und wir erwarten, dass sie eine Königin heranziehen», erklärt er. Damit würde ein weiteres Volk entstehen. Auch die Waben füllen sich zusehends mit goldglänzedem Honig, der auch verkauft werden soll.