Die Polizei hat im Grenchner Tierqälerfall mehrere Zeugen gefunden und sucht nach DNA-Spuren. Als Nächstes werden Personen vernommen, die die Todesköder ausgelegt haben könnten.

Die Polizei hat mehrere ihrer Leute auf den Hundehasser angesetzt, der unter anderem an der Bielstrasse mit Schrauben gespickte, gefährliche Wurststücke verstreut hat. Gestern wurden schriftliche Einvernahmen gemacht, unter anderem mit der betroffenen Hundehalterin Margrit Frank, deren Vierbeiner Faro beinahe durch einen Köder des Hundehassers ums Leben gekommen wäre, und mindestens drei weiteren Zeugen.

Auch an anderen Orten in der Stadt sollen ähnliche Köder gefunden worden sein, berichteten verschiedene Medien gestern. «Noch können wir nichts mit Bestimmtheit sagen», sagt Hugo Kohler, stellvertretender Kommandant der Stadtpolizei Grenchen. Man gehe aber allen Hinweisen nach, auch jenen im Internet. Dort  wurde von Privaten eigens eine Facebook-Gruppe zum Thema gegründet, die bis gestern Abend knapp 300 Mitglieder hatte.

Findet Polizei Beweise?

Vergangenes Wochenende wurden die ersten Todes-Köder gefunden, wobei schon vor zwei Jahren ein Hundehasser sein Unwesen in Grenchen trieb. Am Dienstag stellte die Polizei an der Bielstrasse weitere Wurststücke sicher, die möglicherweise vergiftet waren. Das Ergebnis aus dem kriminaltechnischen Labor steht noch aus, die Polizei erhofft sich durch die Untersuchungen aber auch weitere Spuren, beispielsweise Täter-DNA. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Nachbarn von Opfer Margrit Frank verdächtigen einen Anwohner der Tat, der aus seinem Hass auf Hunde angeblich auch keinen grossen Hehl macht. «Noch gibt es aber keine genügenden Beweise», sagt Kommandant-Stellvertreter Hugo Kohler. Die Polizei hat einen Hauptverdächtigen, wird aber weitere Personen Aussagen machen lassen, die ebenfalls als Täter infrage kommen könnten.