grenchen.bewegt
Die Grenchner kämpfen im sportlichen Duell gegen die Walliser

Die Grenchner haben noch vier Tage Zeit, um ihre Gegner aus der Walliser Gemeinde Brig-Glis an der nationalen Veranstaltung «schweiz.bewegt» in die Schranken zu verweisen. Der gestrige Tag war ein Start nach Mass.

Patrick Furrer
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Boris Banga hält die Eröffnungsrede
7 Bilder
Start von «Grenchen.bewegt»
Auch Zuschauer sind da.
Karate
Üben an der Kletterwand

Boris Banga hält die Eröffnungsrede

Isabel Mäder

Noch Minuten vor der Eröffnung steckte das Organisatorenteam gestern mitten in den letzten Vorbereitungen. Doch der Spurt lohnte sich: Mit den Worten «In den nächsten fünf Tagen sind alle gefragt, bei Sport und Spass möglichst viel Punkte zu holen» von OK-Mitglied Gerd Frera wurde in der neuen «grenchen.bewegt-Arena» der Startschuss zum Bewegungsduell gegen die Walliser Gemeinde Brig-Glis abgefeuert.

Mit einer nicht unansehnlichen Portion Zündpulver: Gegen 200 Personen hatten den Weg auf den Marktplatz gefunden. Da staunte sogar die Stadtschreiberin Luzia Meister, die als Zuschauerin vor Ort war. «Das sieht schon anders aus als letztes Jahr.» OK-Mitglied Gerd Frera dankte allen Beteiligten für ihre Hilfe, vor allem Susi Saladin, «ohne deren Hilfe der Event dieses Jahr gar nicht mehr stattgefunden hätte.»

Stadtpräsident Boris Banga rief in seiner Ansprache mit einem Zitat des deutschen Schriftstellers Hans Kudzus zum Bewegen auf: «Das Standfeste ist leichter zu knicken als das Bewegliche». Bewegung sei gut für Fitness, Gesundheit und Seele. «Nehmen wir diesen Gesundheitsauftrag ernst», sagte der Stapi, «und packen wir es an. Jetzt, gemeinsam, und mit viel Freude.»

Bereits tüchtig vorgelegt

Doch vom Parlieren allein gibts keine Punkte, die Grenchen nötig braucht, will es die Duellgemeinde Brig-Glis schlagen. Deshalb wurde mit einem «Flashmob» - einer synchron durchgeführten, kombinierten Fitness-Tanz-Übung - gleich ordentlich Gas gegeben. Über 70 Leute bewegten sich zum Rhythmus der Tanzmusik. Dem OK ist es gelungen, gegen 30 Vereine für ein Engagement zu überzeugen, was der Bewegungswoche ein abwechslungsreiches Programm beschert. Unter anderem mit einem Karate-Schaukampf, der Kletterwand vor dem Zelt, einem Tischtennis-Turnier und einer Waldbegehung wurde gestern bereits tüchtig vorgelegt.

Die meisten Aktivitäten in den Tagen bis Freitag werden auf dem Marktplatz durchgeführt, wo ausserdem täglich ein Tagesmenü angeboten wird. Das Programm ist im Internet auf www.grenchenbewegt.ch abrufbar, ausserdem liegen verschiedentlich Flyer auf. Heute beginnen die Aktivitäten um 12 Uhr mit der Kletterspass-Kletterwand und einer Einführung ins Pétanque. Am Abend treten ausserdem eine Gesangsgruppe der Primarschule Halden (17 Uhr) und die Stadtmusik Grenchen (20 Uhr) auf.

Der Eröffnungstag verspricht mit xxx gesammelten Bewegungspunkten schon einiges. Das gaben auch die Gäste aus Brig-Glis zu, Tourismus-Direktor David Guntern und Assistentin Beatrice Page. «Wenn die Grenchner so weitermachen, wird es hart für uns», nahm Guntern die aktiven Uhrenstädter ernst. Wer am Ende des Events mehr Punkte gesammelt hat, gewinnt das Turnier und darf eine Schulklasse auf einen Ausflug in die Gegnergemeinde schicken. Eines aber sei klar - man werde es Grenchen nicht leicht machen. «Ein echter Walliser gibt nie auf», lautete die Kampfansage des Direktors. Fragt sich jetzt nur - und was tun die Grenchner?