Im Velodrome und darum herum ist seit Mittwoch wieder allerhand los. Die zweite Grega lockt Publikum aus nah und fern nach Grenchen. 120 Aussteller und Veranstalter zeigen ihre Produkte und Dienstleistungen.

Vom Fisch aus dem Bielersee bis zum Nougat aus Montélimar und vom Relaxsessel für die gute Stube bis zur Feuerstelle im Garten. Das ganze eingebettet in Konzerte, Gemütlichkeit und allerlei Programm für die Kleinen. Dazu ein Lunapark, der seinen Namen wieder verdient und althergebrachte Traditionen wie das Zelt der Leberberger Bauern: An der Grega 2015 scheint es an nichts zu fehlen, ausser vielleicht an einigen Parkplätzen. Doch das ist eine andere Geschichte.

An der offiziellen Messeeröffnung am Mittwoch konnte Messeleiterin Daniela Keller von der FVF Messe-Event AG einige Prominenz aus der Region begrüssen, darunter alt Bundesrat Samuel Schmid und Ständerat Roberto Zanetti.»Das G in Grega steht für Gewerbe, Grenchen geniessen», sagte Keller, die insbesondere das breite Angebot für Familien unterstrich. «Wir sind die Familienmesse im Mittelland.»

«Es kommt schon gut»

«Ich bin mir solche Ansprachen nicht so gewohnt», sagte Keller etwas nervös und prompt ging ihr anlässlich des rezitierens der langfädigen Behördenliste die Luft aus. «Es kommt schon gut, Daniela», tröstete Stadtpräsident François Scheidegger anlässlich des kleinen Malheurs. Er bedankte sich für die «hervorragende Arbeit der Messeveranstalterin». Schon die erste Grega habe das Potenzial der Sportstätten- und Eventzone mit dem Velodrome gezeigt. Die Swatch-Generalversammlung Ende Mai und die Eröffnung der BMX-Strecke im Juni seien weitere Meilensteine, welche bevorstehen.

Scheidegger zeigte sich auch erfreut, dass wieder ein ansehnlicher Lunapark zur Grega gehört und dankte Schausteller Willi Marti aus Biberist für sein Engagement in dieser Sache. «Eine Grega ohne Lunapark wäre wie ein Velodrome ohne Velos», sagte der Stapi. Auch er hat übrigens ein kleines Malheur in Form eines Stromausfalls zu gewärtigen und musste für kurze Zeit ohne Mikrofon auskommen; was er (dank am Apéro geölten Stimmbändern?) gut schaffte.

Ständerat Roberto Zanetti berichtete als Präsident der Wirtschaftskommission WAK vom Seilziehen um das Wohl der Schweizer Wirtschaft. «Was der Wirtschaft als Ganzes gut, darüber gehen die Ansichten je nach Zeithorizont und Perspektive auseinander», meinte der SP-Politiker. «Steuern zu senken tönt zunächst wirtschaftsfreundlich. Dass unser Bildungssystem dann kein Geld mehr hat für die Ausbildung von Fachkräften wird dabei ausgeblendet.»Sich selber bezeichnet Zanetti als wirtschaftsfreundlich. «Ich gehe selten an einer Wirtschaft vorbei ohne einzukehren...»

Lego-Wettbewerb

Zanetti und Scheidegger mussten sich anschliessend einem -Wettbewerb stellen, galt es doch aus einer vorgegebenen Packung Lego-Steinen ein Spielzeugauto zusammenzubauen.

Politiker spielen mit Lego

Politiker spielen mit Lego

Die Lego-»Steinchenwelt» mit zahlreichen Legomodellen auf rund 800 m2 im Velodrome darf denn auch als eine der grössten Attraktionen der zweiten Grega bezeichnet werden. «Es sind Modelle von Privatpersonen und nicht die Ideen des Herstellers», betont Andreas Kunz, Verantwortlicher der «Steichenwelt».Der Rundgang führte die Gäste weiter in die Kindererlebniswelt der Grenchnerin Edith Mettler. Hier wird jeden Tag ein Indoor- Programm für Kinder geboten, während sich die Erwachsenen an der Bar einen Drink genehmigen können. Am Abend herrscht Lounge-Betrieb.
Die Landwirtschaftsausstellung steht unter dem Motto «Von der Schweiz, für die Schweiz», wie OK-Präsident Benedikt Scholl erläuterte. So werden Informationen über Bodenverbrauch und Selbsversorgungsgrad der Schweiz mit Nahrungsmitteln vermittelt. Die Grega ist noch bis Sonntag 18 Uhr geöffnet.