Fliegerei
Die Grenchner Flugschule mischt ganz oben in der Pilotenausbildung mit

1932 wurde die Segelfluggruppe Grenchen gegründet. Daraus wuchs die heutige Segel- und Motorfluggruppe Grenchen, die mit der Flugschule Grenchen zu den grössten Organisationen in der Pilotenausbildung der Schweiz gehört.

Peter Brotschi
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Die Robin 155CDI HB-KLE ist das neuste Schulungs-, Reise- und Schleppflugzeug der Segel- und Motorfluggruppe Grenchen.

Die Robin 155CDI HB-KLE ist das neuste Schulungs-, Reise- und Schleppflugzeug der Segel- und Motorfluggruppe Grenchen.

Über 100 Mitglieder nahmen an der Generalversammlung teil. Dem Jahresbericht von Geschäftsführerin Suzanne Dysli war zu entnehmen, dass das wichtigste Ziel, ein unfallfreier Betrieb, erreicht werden konnte. Im Einsatz standen 13 Motorflugzeuge, elf Segelflugzeuge und ein Motorsegler. Mit dieser Flotte wurden 5400 Stunden geflogen, was über der Erwartung liegt.

Gut ausgelastet war die Ausbildung, sei dies im Flugbetrieb und in den Theoriekursen. Die Flugschule Grenchen ist auf vielen Gebieten tätig, so auch in der Schulung von Fluglehrern. In zwei Kursen wurden acht Fluglehrer ausgebildet, für die Luftwaffe bildeten die Grenchner zusätzlich zwei Fluglehrer aus.

Ein grosser Erfolg ist das Programm «Air Cadets», wo ganz junge Flugschüler ab 14 Jahre im Segelflug trainiert werden. Zehn konnten im vergangenen Jahr ihren ersten Alleinflug absolvieren. Dies sei gemäss Willi Dysli, Leiter des Flugbetriebs, nur dank grosszügiger Sponsoren möglich. Durch die Air Cadets zeigte die Segelflugschulung eine positive Entwicklung.

Der Streckenflug litt aber unter dem eher schlechten Wetter an den Wochenenden des vergangenen Sommers. Die Jahresrechnung schloss mit schwarzen Zahlen ab.

Seit einem Jahr ist Andreas Dysli als vollamtlicher Fluglehrer tätig. Damit ist bei der Segel- und Motorgruppe Grenchen die dritte Generation am Start, haben doch seine Grosseltern mütterlicherseits, Otto und Margrit Sallaz, in ihrer Zeit die professionelle Flugschulung aufgebaut.

Oberstleutnant Beat Hedinger ist Geschäftsführer des Sphair, also des Programms für die Förderung des fliegerischen Nachwuchses für die Luftwaffe und für die gesamte Schweizer Aviatik. Er referierte über die Tätigkeit eines Militärberufspiloten auf Seite der Jets und auf Seite der Helikopter. Hedinger zeigte anhand vieler Fotos und Videos die vielfältige Arbeit auf. So zum Beispiel die Heli-Einsätze für die internationale Katastrophenhilfe und Friedenssicherung, wie sie die Schweizer Luftwaffe mit Super Pumas seit 2002 im Kosovo praktiziert.

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