Hauptübung
Die Grenchner Feuerwehr liess sich «anfassen»

Atemschutz, Wasserspritze, Feuer löschen: Auf dem Marktplatz in Grenchen konnte man selber Hand anlegen bei der diesjährigen Hauptübung der Feuerwehr.

Patric Schild
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Feuerwehr Hauptübung Grenchen
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FeuWehr Hauptübung Grenchen
FeuWehr Hauptübung Grenchen
FeuWehr Hauptübung Grenchen
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Feuerwehr Hauptübung Grenchen

Isabel Mäder

Mehrere Privat- und Firmenautos fahren auf dem Grenchner Marktplatz vor. Die Insassen steigen aus und sprinten direkt ins Einsatzzelt, um sich für den Notfall bereit zu machen. Was sich anhört wie ein Katastrophenfall in der Innenstadt, war Teil der diesjährigen Hauptübung der Grenchner Feuerwehr, die der Bevölkerung am Samstagnachmittag aufzeigte, wie sie im Ernstfall vorgeht. Unter dem Motto «Feuerwehr zum Anfassen» präsentierten sich die Damen und Herren des örtlichen Löschtrupps und ihre Gerätschaften den zahlreich erschienenen Besuchern.

Mehrere Posten wurden aufgebaut, an denen die Grenchnerinnen und Grenchner die Utensilien der Feuerwehr für einmal selber ausprobieren durften. So konnten beispielsweise die motorischen Fähigkeiten beim Zielschiessen auf Vordermann gebracht werden, indem man mit einem Wasserschlauch versuchte, kleine Gummienten zu treffen. Mit dem Oldtimer-Feuerwehrauto konnte eine Spritztour durch die Stadt gemacht werden. Und wer besonders mutig und vor allem schwindelfrei war, durfte sich in einer Drehleiter hoch über die Dächer von Grenchen befördern lassen und so die Stadt aus einer völlig neuen Perspektive erkunden. Auch Stadtpräsident François Scheidegger liess sich diesen Nervenkitzel nicht entgehen.

Natürlich durfte auch der Klassiker nicht fehlen: Selber einmal ein kleines Feuer löschen. Gross und Klein beteiligten sich rege an den diversen Aktivitäten, und besonders die jüngeren Besucher hatten ihre helle Freude daran. Was natürlich auch die Organisatoren freut, da vielleicht der eine oder andere zukünftige Feuerwehrmann unter ihnen war.

Neuanwerbungen waren aber nicht Ziel des Anlasses. «Die Übung ist auch den Arbeitgebern gewidmet, die sich hinter die Feuerwehr stellen», erklärt Feuerwehrkommandant Bruno Bider. Denn es sei nicht selbstverständlich jemanden einzustellen der bei einem Notfall plötzlich alles stehen und liegen lassen müsse und dies auch noch ohne finanzielle Entschädigung. Es gebe daher noch immer Arbeitgeber, die deswegen nicht bereit seien, Feuerwehrleute zu beschäftigen.

So verhält man sich richtig

Bei der Hauptübung ging es jedoch nicht nur um Spiel und Spass. Die Feuerwehr zeigte den versammelten Zuschauern auch, wie sie sich in unterschiedlichen Brandsituationen zu verhalten haben. Dabei wurden bewusst ganz alltägliche Situationen gewählt, die jedem passieren können. Was beispielsweise tun, wenn die Fritteuse brennt? Der erste logische Schritt für Otto Normalbürger wäre wohl, zum Wasser zu greifen.

Doch was dabei passiert, demonstriert die Feuerwehr gleich selbst: Eine mehrere Meter hohe Stichflamme schiesst gen Himmel. «Und jetzt stellen Sie sich vor, das wäre in Ihrer Küche passiert», sagt Bider den erschrockenen Besuchern. Denn heisses Öl dürfe niemals mit Wasser gelöscht werden. Thematisiert wurde ebenfalls der Einsatz von Pulverlöschern, wie sie öfters noch in den heimischen Kellern anzutreffen sind. Das Feuer ist damit zwar problemlos zu löschen, die Umgebung aber nachher mit dem Pulver zugedeckt. «Man sollte sich daher gut überlegen zum Pulverlöscher zu greifen, denn je nach dem ist der Schaden nachher noch grösser», so Bider.