Feuerwehr
Die Grenchner beweisen grosses Interesse an ihrer Feuerwehr

An der diesjährigen Hauptübung zeigte die Feuerwehr auf, was sie alles leistet. Der grosse Publikumsaufmarsch verdeutlichte die Verankerung in der Bevölkerung.

André Weyermann
Merken
Drucken
Teilen
Auch die Bergung bei Unfällen gehört zur Arbeit der Feuerwehr.

Auch die Bergung bei Unfällen gehört zur Arbeit der Feuerwehr.

Sechzig Personen, die zur Hauptübung angetreten waren, konnte Feuerwehrkommandant Bruno Bider am Samstagnachmittag dem Stadtpräsidenten melden. Auf dem gesamten Marktplatz verteilt, zeigte die Feuerwehr auf, dass das Brandlöschen nur eine von vielfältigen Arbeiten darstellt. Es wurden an verschiedenen Posten auch Dienste wie Rettungsdienst, Pionierdienst, Motorspritzendienst, Unfallrettung, Insektenbekämpfung, Wasserwehr, Öl und Chemiewehr, Autodrehleiter mit Krankentrage, Tanklöschfahrzeug und Rüstwagen mit Kran vorgestellt.

Ein sichtlich gelöster Kommandant zeigte sich erfreut über den grossen Zuspruch seitens des Publikums. «Es ist wichtig, dass wir zu den Leuten gehen und nicht umgekehrt», erklärte Bruno Bider dazu. Angesichts der Vielzahl an Arbeiten, die durch die Feuerwehr erledigt werden, ist es nicht verwunderlich, dass er darauf hinwies, dass man an die Kapazitätsgrenzen in einem reinen Milizsystem gelangt sei. «Wir können das nur in diesem Rahmen erledigen, weil viele Leute auf einen Teil ihres Privatlebens verzichten», machte Bruno Bider unmissverständlich klar.

Ein bisschen Bauchschmerzen bereite ihm zudem die momentane Situation in der Jugend-Feuerwehr. «Hier sind wir mit 5 Personen untervertreten. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass wir in der letzten Zeit viele der Jugendlichen in die reguläre Feuerwehr aufnehmen konnten», erklärt er. Mittelfristig möchte Bider aber wieder eine Jugendbewegung mit an die 20 Personen auf die Beine stellen.

«Interessierte sind also jederzeit herzlich willkommen.» Die Feuerwehr gab sich aber auch äusserst transparent. Die laufenden Kosten wurden an einem Stand klar aufgezeigt. Auch was die einzelnen Fahrzeuge und Gerätschaften so wert sind, war ersichtlich. Eine Zahl sagt wohl vieles aus: Die Feuerwehr gibt gerade mal 2.50 Franken pro Jahr und Einwohner aus. Ein angesichts der vielfältigen Arbeiten wahrlich bescheidener Betrag.

Wasserspritzen besonders beliebt

2013 wurde die Feuerwehr bereits 168 Mal gerufen, am Ende des Jahres werden es an die 200 Mal sein, schätzt Bruno Bider. Davon dürften 50 Prozent zu ernsthaften Einsätzen führen. Einer der Einsätze ist dem Kommandanten noch in lebhafter Erinnerung. «Im Zusammenhang mit dem Chloraustritt in der Badi mussten wir gleich vier Mal antraben», erinnert er sich und gibt der Hoffnung Ausdruck, dass die neue Anlage tatsächlich baldmöglichst installiert werden kann.

Für die Bevölkerung wurde auf dem Marktplatz vieles geboten. Man konnte sich beraten lassen, aber auch selber tätig werden. Etwa bei der Bergung an einem verunglückten Auto, oder beim Einkleiden in Ausrüstungen und Ausrüstungsgegenständen. Besonders beliebt war aber das Wasserspritzen, bei dem man den ungemeinen Druck des Elementes verspüren konnte und trotzdem versuchen musste, seine Zielgenauigkeit auf Pylonen unter Beweis zu stellen.