Grenchen
Die Grega soll gleich gross werden wie die mia

Hohe Ziele setzen sich die Organisatoren der neuen Grenchner Messe Grega: Sie wollen mindestens so viele Aussteller mobilisieren, wie die verschwundene Mittelländer Ausstellung mia. Doch an Grenchner Messeaussteller zu kommen, ist nicht so einfach.

Andreas Toggweiler
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mia-Aussengelände 2012. Die Grega will mit der mia bezüglich Grösse mindestens gleichziehen.

mia-Aussengelände 2012. Die Grega will mit der mia bezüglich Grösse mindestens gleichziehen.

Isabel Mäder

Vom 28. Mai bis zum 1. Juni wird auf dem Gelände des Velodrome die erste Grenchner Gewerbeausstellung (Grega) über die Bühne gehen. Sie versteht sich als indirekte Nachfolgerin der Mittelländer Ausstellung mia, die sich mit Krach und Getöse aus Grenchen verabschiedet hat. Zumindest für dieses Jahr.

Die Messeorganisatoren aus der Ostschweiz setzen sich ehrgeizige Ziele. «Die Grega soll gleich gross werden wie die Vorgängermesse, später vielleicht auch grösser, denn auf dem Gelände gibt es noch genug Platzreserven, um zu wachsen. Unser Ziel für dieses Jahr sind 130 Aussteller», erklärt Daniela Keller von der FVF Messe Event AG, der Organisatorin der Grega.

«Trotz des sportlichen Zeitplans konnten wir schon viel erreichen – zwei Drittel der Standflächen sind bereits gebucht», wird Keller in einer Mitteilung zitiert. «Zu den Ausstellern zählen auch viele heimische Unternehmen», heisst es weiter.

Schon immer wenig Grenchner

Das gilt es allerdings zu relativieren. Schon an der mia waren die einheimischen Aussteller immer krass in der Minderzahl. Weniger als zehn Grenchner Betriebe machten jeweils mit. Das wird wohl auch bei der Grega so bleiben, wie Keller einräumt. Man sei aber weiterhin mit diversen Gewerbebetrieben im Gespräch, auch mit solchen aus Grenchen. «Täglich treffen zurzeit ein bis zwei Anmeldungen ein», erklärt sie.

Mit modernen Zelthallen in einer «vollkommen neuen Anordnung rund um das Velodrome» könnten optimale Strukturen für die Messe geschaffen werden – sowohl für die Aussteller als auch für die Besucher – meint Keller.

Plattform für Vereine

Für mehr Grenchner Touch sollen die regionalen Vereine und Unternehmen aus dem Freizeitsektor sorgen, welche die Plattform unter dem Motto «Hobby & Freizeit» gestalten sollen. Man habe bereits mit verschiedenen Vereinen Kontakt aufgenommen und viele interessierte Rückmeldungen erhalten so Daniela Keller.

Vereine und auch regionale Künstler haben an der Grega die Möglichkeit, sich und ihre Angebote vorzustellen und auch das Programm aktiv mitzugestalten.

Auftritte, Showvorführungen und Mitmach-Angebote sollen in der Themenwelt «Hobby & Freizeit» möglich sein. Man habe bis jetzt «acht bis neun Zusagen» von Vereinen und Institutionen für die «Erlebnishalle Grenchen», wie Keller präzisiert. Mit weiteren sei man im Gespräch.

Bauern machen wieder mit

Ein weiteres Schwerpunktthema soll «Garten, Tier & Natur» gewidmet sein. «Ob Blumenhändler, Tierarzt oder Naturschutzgruppe, wir wollen eine vielfältige Themenhalle gestalten, in der nicht nur neue Produkte gezeigt werden», heisst es in der Mitteilung.

Auf den Anmeldeunterlagen ist auch den Landwirten wieder Platz zugewiesen. Sind sie dabei? «Voraussichtlich ja», bestätigt Benedikt Scholl (Selzach), neuer OK-Präsident der Landwirtschaftsschau. Er rechnet fest damit, dass ein Vertrag mit der Grega in den nächsten Tagen unterzeichnet werden kann. Die Inhalte der bäuerlichen Schau sind aber noch nicht festgelegt.

Nicht mehr dabei ist hingegen die Garage Vogelsang. Wie Philipp Vogelsang auf Anfrage erklärt, würden Kosten und Nutzen des Engagements nicht mehr übereinstimmen. «Konkret hätten wir für die halbe Präsenzzeit den doppelten Preis wie bisher bezahlen müssen», so Vogelsang.

Schon an der letztjährigen mia habe man eine Preiserhöhung gewärtigen müssen. Zudem habe sich die Lage des Messestandes für den BMW/Mini/
Toyota-Garagisten verschlechtert. «So geht das für uns nicht mehr auf.»

Neues Gastrokonzept

Weiterhin soll auch ein Lunapark Gross und Klein aufs Gelände locken, versichert Keller. Über das Verpflegungskonzept könne sie zurzeit noch nichts sagen. «Die Gastronomie wird sicher in einem vergleichbaren Umfang angeboten wie bisher. Wir sind allerdings am Erarbeiten eines Konzepts, das einige Neuerungen enthalten wird», kündet sie an.

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