Uhrencup

Die Fussballtribüne am Velodrom-Gebäude ist noch nicht vom Tisch

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Die mögliche Abwanderung des Uhrencups Grenchen überraschte die Stadt. Die Verantwortlichen versuchen nun, das Turnier in Grenchen zu halten. Die Baueingabe des Velodroms erfolge sowieso mit Tribünenoption, so der Stadtbaumeister.

Der Uhrencup 2012 findet statt, aber nicht in Grenchen. Auch die Bauarbeiten für das Velodrom würden eine Durchführung erschweren, weshalb sich die Organisatoren für nächstes Jahr nach einem alternativen Austragungsort in Solothurn oder Biel umschauen (vgl. Samstagsausgabe der Zeitung).

Die Meldung vom «Auswärtsspiel» des Uhrencups hatte gestern im Stadthaus für Wirbel gesorgt. Am Nachmittag nahm das Standortmarketing, Kultur und Sport in einer Medienmitteilung Stellung: Man sei überrascht, dass der Uhrencup 2012 nun doch stattfinde, aber nicht in Grenchen. (az Solothurner Zeitung online berichtete). «Dies, nachdem die Geschäftsleitung des Uhrencups klar signalisiert hatte, dass die Durchführung 2012 im Sinne einer Standortbestimmung bezüglich Zukunft des Uhrencups ausfallen werde.» Die Stadt habe sich seit Jahren finanziell und personell stark für den Uhrencup und sein Fortbestehen eingesetzt. Standortmarketingleiterin Barbara Pestalozzi Kohler ergänzte auf Anfrage: «Der Uhrencup ist untrennbar mit Grenchen verbunden. Hier gehört er hin.»

Bau einer Tribüne nicht unmöglich

Ob der Uhrencup 2013 zurück nach Grenchen kommt, hängt auch mit dem Bau einer neuen Tribüne zusammen, wie er mit dem Velodrom realisiert werden könnte. Die Finanzierung ist noch nicht gesichert, die Baueingabe für das Velodrom erfolgt trotzdem mitsamt Tribüne, erklärt Stadtbaumeister Claude Barbey. Eine Tribüne sei nach wie vor möglich, für die Finanzierung verschiedene Lösungen denkbar, auch eine gemeinsame von Uhrencup und Stadt. «Noch ist kein Zug abgefahren, weder in die eine, noch in die andere Richtung.»

Stadtpräsident Boris Banga stellt klar, dass Velodrom und Tribüne voneinander unabhängig zu betrachten seien. Das Velodrom bringe dem Uhrencup keine Nachteile. Grundsätzlich sei man zu weiteren Gesprächen bereit, um einen Tribünenbau zu thematisieren. Allerdings müsste eine Tribüne klar einem Bedürfnis entsprechen. Die Stadt ist derzeit daran, dieses zu prüfen. Wichtig ist Banga auch die Feststellung, dass das Velodrom modular geplant und erweiterbar ist. Es sei eigens darauf geachtet worden, dass die nötige Geometrie und der erforderliche Platz für Zusatzelemente wie eine Tribüne gegeben sind. «Eine Tribüne könnte selbst nachträglich noch angebaut werden», sagt Banga. «Noch ist nicht aller Tage Abend.» (fup)

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