Grenchen
Die E-Mobil-Rallye «Wave» machte Station auf dem Marktplatz

Auf dem Marktplatz Grenchen gabs am Freitag Elektromobile in Hülle und Fülle zu bestaunen. Darunter eine umgebaute 1962er-Corvette

Andreas Toggweiler
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Die Elektromobil-Rally macht Station in Grenchen Einfahrt eines Chevrolet Corvette mit Elektroantrieb
17 Bilder
Die Corvette ist der Hingucker schlechthin
Das ist der Motor der Corvette
Elektro-Motorräder sind bei der Rally auch dabei
Die verschiedensten Fahrzeugtypen sind auf dem Marktplatz anzutreffen
Anstatt an die Zapfsäule gehts hier an die Steckdose
Fachgespräche unter Gleichgesinnten
Elektromobil-Rally Grenchen
Neueste Technologie zum Bestaunen
Auch diese Fahrzeuge müssen an die Steckdose
Kantonsrätin Angela Kummer bringt ihre Kinder mit Muskelantrieb auf den Marktplatz
Der Grenchner Marktplatz steht ganz im Zeichen der Elektromobilität
Stadtpräsident François Scheidegger und Regierungsrätin Brigit Wyss
Der Marktplatz ist zum Parkplatz für Elektro-Fahrzeuge geworden

Die Elektromobil-Rally macht Station in Grenchen Einfahrt eines Chevrolet Corvette mit Elektroantrieb

Hanspeter Bärtschi

Sie bezeichnet sich selber als grösste E-Mobil-Rallye der Welt und führt während acht Tagen zu über 40 Zielen in 26 Kantonen. Die «World Advanced Vehicle Expedition» Tour der Elektromobil-Enthusiasten rund um Tour-Direktor und Initiant Louis Palmer wird schon zum 9. Mal durchgeführt. Diesmal mit 64 Elektrofahrzeugen - vom E-Bike über Elektro-Motorräder bis zum Elektro-Personen- und Lieferwagen. Dabei sind handelsübliche Fahrzeuge diverser Marken wie auch spektakuläre Umbauten wie eine 1962er Chevrolet Corvette dabei, die gestern kurz nach 13 Uhr als eine der ersten auf leisen Sohlen auf den Grenchner Marktplatz einbog.

1500km, sieben Pässe

Grenchen war Etappenziel am zweitletzten Tag der Rallye, welche am 14. Juni in Reinach (BL) gestartet ist und die nach 1500 km und sieben Pässen heute in Zug zu Ende geht. Ziel ist laut Palmer, der Schweiz zu zeigen, dass die Energiewende nicht zuletzt dank Elektromobilität möglich sei. Dies dank alltagstauglichen Fahrzeugen mit mehreren hundert km Reichweite. Manche Teilnehmer produzieren zudem den für die Tour benötigten Strom mit eigenen Photovoltaikanlagen. «Wir tragen unseren Teil zur Energiestrategie 2050 bei», meinte Palmer.
Bei der Zielankunft wurden die Fahrer zu ihren Fahrzeugen interviewt und die Vorzüge der verschiedenen Modelle gepriesen. Bedeutende Hersteller wie Renault, Nissan, BMW, GM oder Tesla waren mit mehreren Modellen vertreten. Wer «Saft» für seine Batterien benötigte, dem stellte die SWG Ladetationen zur Verfügung.

Nach der Begrüssung in der «Technologiestadt im Grünen» durch Stadtpräsident François Scheidegger hiess die kantonale Volkswirtschaftsdirektorin Brigit Wyss die Tour im Kanton Solothurn willkommen. Sie unterstrich, dass der Kanton zwar bei der Solarenergie ein «Hot Spot» sei, räumte aber ein, dass bezüglich Elektromobilität noch grosser Nachholbedarf bestehe. Nur 520 (0,3 Prozent) der 180 000 im Kanton Solothurn eingelösten Fahrzeuge fahren elektrisch. Der Kanton unterstütze deshalb Anstrengungen für einen ökologischen Umbau der Motorfahrzeugsteuer.