Fussball

Die Doppelturnhalle wird zum Bienenhaus

Volle Halle, voller Einsatz, toller Spass - das Schüler-Fussball-Hallenturnier sorgte für Freudenschweiss bei den Jungen und für Staunen bei den «Alten». (Foto: Hanspeter Bärschti)

Volle Halle, voller Einsatz, toller Spass - das Schüler-Fussball-Hallenturnier sorgte für Freudenschweiss bei den Jungen und für Staunen bei den «Alten». (Foto: Hanspeter Bärschti)

Das 19. Schüler-Hallenturnier des FC Fulgor Grenchen war ein grosser Spass und zudem ein toller Erfolg.

Die Stimmung war am Überkochen, die Klimabedingungen tropisch warm und feucht, das Kondenswasser tropfte von der Decke. Die Grenchner Kinder rannten dem Ball nach, kämpften und schwitzten, litten und freuten sich.

Ja, es war etwas los in den beiden Turnhallen beim Hallenbad. Über 1000 Zuschauer besuchten Samstag und Sonntag das Schüler-Fussballturnier, das vom FC Fulgor Grenchen bereits zum 19. Mal organisiert wurde.

Italien und Frankreich spielten im selben Team – Hauptsache, das Dress ist blau. Bei vollem Einsatz der rund 300 Kinder fiel die Fairness besonders auf. Und wenn es doch einmal ein paar heisse Köpfe gab, forderten die Schiedsrichter die Auswechslung, damit sich die Gemüter auf der Ersatzbank wieder beruhigen konnten.

Solidarität und Mannschaftsgeist

Jede Altersstufe – von der ersten bis zur siebten Klasse – hatte ihr eigenes Turnier, und insgesamt 47 Teams wollten sich zum Sieger küren lassen. Mädchen und Buben waren in den Mannschaften munter gemischt; «Rosinenpicken» war nicht erlaubt. Alle mussten aus derselben Schulklasse sein. So mussten die talentierten Kids für die etwas weniger geschickten die Fehler ausbügeln.

Solidarität und Mannschaftsgeist waren genauso wichtig wie das Können eines Einzelnen. Nur wer zusammenhielt, hatte eine Chance. Und wer früh ausschied, konnte trotzdem zu den Gewinnern zählen: Das Bistro Bambi spendierte den «Lucky Loser Preis», ein Spaghettiessen für 10 Personen, das unter den Verlierern verlost wurde.

Kaum Platz für alle Zuschauer

Auch zwischen den Grenchner Fussballvereinen fördert das Schülerturnier die Solidarität: Organisator ist Fulgor, aber OK-Präsident ist Mario Bernasconi, Präsident des FC Grenchen. Auch einige Mitglieder von Italgrenchen und vom FC Bettlach packten für den Anlass kräftig mit an. «Ich fahre zweigleisig», erklärte Bernasconi lachend, «ich bin ja auch Ehrenmitglied bei Fulgor, und als mich letztes Jahr der FCG als Präsident wollte, war es eine meiner Bedingungen, dass ich weiterhin das Schülerturnier für Fulgor organisieren kann.»

Der Aufwand hat sich gelohnt: Die Turnhallen glichen an beiden Turniertagen einem Bienenhaus. Im Restaurant war es nicht immer einfach, einen Sitzplatz zu ergattern. «Jedes Kind nimmt noch seine Eltern, Freunde, seine Tante und seinen Onkel mit», erklärt Mario Bernasconi den Publikumserfolg des Schülerturniers. «Besonders bei den Kleinsten hat es in der Turnhalle kaum Platz für alle Zuschauer.»

Der FC Fulgor kann den Sympathiegewinn, der das tolle Schülerturnier bedeutet, gut gebrauchen. Vor wenigen Jahren war die Krise so gross, dass gar die Fusion mit Wacker ein Thema wurde. Nun erholt sich Fulgor wieder Schritt für Schritt. «Das Schülerturnier ist die grösste Einnahmequelle», erklärt Bernasconi die Bedeutung für den Verein, der sonst in der 4. Liga eher bescheiden auftritt. Bleibt für Fulgor zu hoffen, dass vom Anlass auch die Juniorenbewegung profitieren kann. Denn das tolle Schülerturnier hat ganz sicher beim einen oder anderen Grenchner Kind das Feuer und die Leidenschaft für den Fussball entfacht.

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