Das «Dolce Vita» sieht rot: Plastikherzen kleben auf dem Schaufenster, rotes Licht dämmert hinaus. Das Motto «Le Rusch pour toi» ist durchaus doppeldeutig. Das «Dolce Vita» – wie das «Central» und das «Mamma Mia» Opfer des Beizensterbens rund um Central- und Kirchstrasse – hat wieder geöffnet. Von Donnerstag bis Sonntag beleben die G-Town Gigolos gemeinsam mit der Dolce Vita Zunft das leer stehende Lokal.

Letzte Vorbereitungen

Die ehemalige Bar ist seit einigen Monaten unvermietet, die ganze Infrastruktur musste neu organisiert werden. Treibende Kraft sind die G-Town Gigolos, Heinke Tammaro, Philippe Flury und Rolf Schild. Mit Unterstützung aus der jüngsten Grenchner Zunft wird ein grosser Aufwand betrieben: Acht Leute, alle berufstätig, kümmern sich seit letzten Sonntag um Dekoration und Inneneinrichtung des Lokals.

«Wir wollen die Grenchner Fasnacht beleben», sagt Sandra Fumasoli. 2003 hatte ihre Mutter das «Dolce Vita» übernommen. Zuerst habe man das Lokal nur geschmückt, bald sei die Idee, eine eigene Zunft zu gründen, aufgekommen. Monika Fumasoli wurde von der Wirtin zur Zunftmeisterin. Rund 50 Mitglieder gehören zur Zunft. Als Fumasoli 2008 aufhörte, musste die Zunft für zwei Jahre ins «Stübli» ausweichen. Eröffnet wird das «Dolce» heute um 16 Uhr. Abends spielen DJs auf. Ab Mitternacht übernehmen die G-Town Gigolos mit Elektro-Sound.

Öffnungszeiten Heute ab 16 Uhr, Donnerstag ab 6 Uhr; Freitag und Samstag jeweils ab 16 Uhr; Sonntag ganzer Tag.