«Wenn das Gränchner Härz viel höher schloht, dann isch Fasnachtszyt.» Und gestern am frühen Morgen des Schmutzigen Donnerstags begann als ewig schönes Revival die Chesslete. Sternförmig aus allen Richtungen strömten die weiss behemdeten Gestalten lärmend in das Stadtzentrum.

Ein lautstarkes Instrumentarium

Räm-pläm-pläm in allen Gassen – die Chessler sind heut losgelassen. Der Riesenkrach mit Pfannendeckel, Trommeln und Rätschen rüttelte fast alle Bürger wach. Genau so hatte sich Grenchens neuer Oberchessler Yanick Zumstein sein Debüt vorgestellt. Eine fast unübersehbare Schar Weissbehemdeter machte klar: Die närrischen Tage sind angebrochen. Wer sich ab 5 Uhr schlaftrunken auf den Weg zur Arbeit machte, wurde spätestens beim Kreuzen der Chessler hellwach. Nach einem kurzen Rundgang, der von Oberchessler Zumstein und Obernarr Tommy Meister mit grosser Pauke angeführt wurde, dislozierten die Frühaufsteher in die geöffneten Beizen, wo ihnen eine verdiente, wärmende und stärkende Mehlsuppe offeriert wurde.