Grenchen
Die Blaue Berta wird wohl nur noch eine Saison lang staunen

Das Kunstwerk der Zuchwiler Künstlerin Marianne Flück Derendinger, die «Staunende Berta», die seit längerem als Leihgabe vor der Titanic in Grenchen steht, ist in die Jahre gekommen.

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Die Blaue Berta

Die Blaue Berta

Oliver Menge

Die 1998 erstellte Skulptur, auch die «Mutter aller Schlümpfe» genannt und mit bewegter Vergangenheit - sogar als Fasnachtssujet - weist Risse auf und ist, so Hanspeter Zumstein von der Baudirektion Grenchen, bis ins Innerste gefault. In diesen Tagen ist eine Holzbaufirma damit beschäftigt, die faulsten Teile herauszufräsen und mit Mörtel aufzufüllen. Danach wird Berta einen neuen Anstrich erhalten.

Die Reparatur kostet die Stadt zwischen 2000 und 3000 Franken. Laut Zumstein ist es wahrscheinlich das letzte Mal, dass man versucht, die Skulptur zu retten. Denn schon im Winter werde die Figur, weil innen immer noch nass, gefrieren und an neuen Stellen aufbrechen. «Man könnte sie dann als nächsten Böögg verbrennen», schmunzelt Zumstein. Und wahrscheinlich wären etliche Grenchner nicht traurig über den Verlust. (om)

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