Grenchner Badi
Die Besucher dürfen sich auf die Badesaison freuen

Die Vorbereitungen für den Saisonstart sind beinahe vollständig abgeschlossen. Der Gärtner war am Werk, der neue Pächter baute die Küche aus. Noch fehlt jedoch Wasser in den Bassins.

Oliver Menge
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Paul Markus Joss, Betriebsleiter des Schwimmbads, reinigt mit Hochdruck das Schwimmbecken. om

Paul Markus Joss, Betriebsleiter des Schwimmbads, reinigt mit Hochdruck das Schwimmbecken. om

Solothurner Zeitung

Paul Markus Joss, der Betriebsleiter des Schwimmbads Grenchen, steht in Gummistiefeln in der Sprunggrube unterhalb des 10-Meter-Turms beim Schwimmbecken. Noch sind die Becken leer. Mit einem Hochdruckreiniger entfernt er den Schmutz, der sich im Winter an Wänden und Boden festgesetzt hat. Dies ist nur eine der zahlreichen Vorbereitungsarbeiten, die vor Saisonbeginn erledigt werden müssen. Die Badi wird am 7. Mai ihre Pforten öffnen und bis Ende September den Sonnenhungrigen aus Grenchen und Umgebung viel Platz für Erholung, Spass und Badeplausch bieten.

«Wenn man nach oben schaut, sieht man, dass viele Bäume zum Teil massiv zurückgeschnitten wurden. Die Stadtgärtnerei musste Sturmschäden vom letzten Jahr beseitigen und beschädigte Bäume entfernen», erklärt Joss. Im Eingangsbereich wurde das «Bandeli» bestehend aus Blumen und Sträuchern auf etwa einen Drittel verkleinert. Das verringere auch den Aufwand der Stadtgärtnerei, die für den Unterhalt zuständig sei, sagt Joss. Gleichzeitig werde der Platz neben dem Tischtennis-Tisch etwas grösser und die Chance, dass die Blumen zertreten werden, kleiner.

Neuer Pächter im Restaurant

Das Restaurant im Schwimmbad hat einen neuen Pächter. Jürg Jaeggi vom Back-Caffee an der Archstrasse wird es führen. Wie bisher ist es in einen Selbstbedienungs- und einen bedienten Teil gegliedert. Die Küche wurde modernisiert und ausgebaut, ein grosszügiger Abzug eingebaut. Auch rund ums Restaurant müssen noch einige Umgebungsarbeiten ausgeführt werden, sagt Joss. Alle Becken, Zugänge, Durchschreitebecken und Umgänge werden gereinigt und «geimpft», das heisst mit Algizid behandelt, um den Algenbewuchs einzudämmen.

Neben dem Restaurant liegt das Nichtschwimmer-Becken. «Hier werden wir in den nächsten Wochen am meisten zu tun haben.» Das Becken war undicht und wurde bei der Sanierung vor ein paar Jahren mit einer Folie ausgelegt. «Eigenartigerweise haben wir seither keine Algen mehr hier, wahrscheinlich, weil die Oberfläche zu glatt ist und sich Algen nicht festsetzen können. Aber die Reinigung ist ungleich aufwändiger als in den anderen Becken»: Die Folie muss von Hand mit speziellen Mitteln und Schwämmen gereinigt werden, eine maschinelle Reinigung kommt nicht infrage, weil sonst die Folie verletzt würde. «Drei Aushilfen und zwei Bademeister werden hier mindestens eine Woche lang schrubben», sagt Joss. Neu wird im Durchschreitebecken zum Nichtschwimmerbecken ein Handlauf montiert. «Viele ältere Leute ziehen es vor, hier schwimmen zu gehen», erklärt Joss, und die Rutschgefahr sei in den Durchschreitebecken immer gross.

Öffnungszeiten und Preise sind gleich wie im 2010

Jedes Jahr werden rund 90000 Franken für Ausbesserungen in dem in die Jahre gekommenen Schwimmbad fällig. Grössere Posten, wie die nötige Sanierung der Tribüne, waren vom Gemeinderat zurückgestellt worden. «Jetzt verputzen wir die Stellen, wo Mauerwerk abbricht, notdürftig», sagt Joss. Seit 5 Jahren ist der gebürtige Seeländer Betriebsleiter des Schwimmbads. Zusammen mit drei Vollzeit-Bademeistern, sieben Aushilfsbademeistern und drei Kassenfrauen wird er für Wohl und Sicherheit der Gäste sorgen. «Die Aushilfen waren heuer schwierig zu finden, weil die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft die Anforderungen deutlich erhöht hat.» Diese führt übrigens am 20. und 21. August ihre Meisterschaft in Grenchen durch.

Öffnungszeiten und Preise bleiben gleich wie in der letzten Saison. Der Vorverkauf beginnt am 30. April und dauert die ganze Woche bis zur Eröffnung. Abos kosten im Vorverkauf wieder 10 Franken weniger: Für Erwachsene sind dies 80 Franken, für Lehrlinge und AHV-Bezüger 60 Franken und für Schüler 30 Franken.