Fast ein Fünftel des Sonnenlichts kann in Strom umgewandelt werden, ie die BCI Blösch Group in einer Medienmitteilung feststellt.

Heutzutage haben handelsübliche flexible Solarmodule einen durchschnittlichen Wirkungsgrad von unter 10 Prozent, sagt Peter Blösch, der zusammen mit seinem Bruder Erich Blösch als Firmeninhaber das heute weltweit tätige Familienunternehmen in zweiter Generation führt. «Unser Wille zur Innovation bei einer stetigen Weiterentwicklung unserer Technologien sowie die gute Vernetzung und Zusammenarbeit mit externen Partnern haben zu diesem Erfolg geführt.»

Günstig, leicht, vielseitig

Die Blösch-Gruppe arbeitet seit gut zwei Jahren an einem Projekt der Kommission für Technologie und Entwicklung des Bundes (KTI) mit der Empa und der ETH Spin-off-Firma Flisom zusammen. Als Hauptindustriepartner des KTI-Projekts stellte sie der Empa sowohl eine speziell angepasste Beschichtungsanlage als auch Know-how zur Verfügung.

Die neue flexible Solarzelle.

Die neue flexible Solarzelle.

Das Projekt befasst sich mit der Entwicklung flexibler Kupfer-Indium-GalliumDiselenid-Dünnschichtsolarzellen (CIGS) auf Polymerfolien, die über eine multifunktionale Kontaktschicht verfügen und zu einer neuen Generation von Solarzellen gehören. Diese sind leichter und kostengünstiger zu produzieren, und bieten ausserdem neue Anwendungsmöglichkeiten.

Das Gewicht dieser Solarzellen, welche dünner als ein menschliches Haar sind, spielt nebst dem Wirkungsgrad eine grosse Rolle. «Die flexiblen Dünnschichtzellen können sogar in Textilien oder auf mobilen Endgeräten implementiert werden», erklärt Erich Blösch. Ausserdem können flexible Module auf- und ausgerollt und zum Beispiel in einem gewöhnlichen Rucksack transportiert werden. Transport und Installation sind somit um ein Vielfaches einfacher und günstiger als bei herkömmlichen, «starren» Solarzellen.

«Investition in die Zukunft»

Laut Stephan Bücheler, Projektverantwortlicher bei der Empa, handelt es sich bei dem Resultat der Forschung um «einen Meilenstein bei der Entwicklung neuer Technologie in der Solarforschung». Die Gebrüder Blösch sind des Weiteren davon überzeugt, dass diese Forschungsarbeit nicht nur im Solarbereich, sondern auch für andere Anwendungen von Nutzen sein wird. Welche, könne man aber noch nicht verraten.

Viele weitere bedeutungsvolle Projekte gelangen wegen ihrer Komplexität kaum je an die breite Öffentlichkeit. Sie werden fast ausschliesslich innerhalb von Fachgremien kommuniziert. «Man muss wissen, dass unsere Region sehr innovativ ist und auf höchstem Niveau ganz zuvorderst mitspielt», weiss Erich Blösch. «Und das Engagement der vielen Industriefirmen stärkt letztlich die ganze Region.»

Die Blösch-Gruppe engagiert sich seit dem Gründungsjahr 1947 stark im Bereich Forschung und Entwicklung. «Wir sind stolz», sagt Erich Blösch, «einen Beitrag an die Entwicklung erneuerbarer Energien zu leisten und betrachten dies als eine Investition in die Zukunft.»