Madec AG
Die besten Schiessbrillen kommen aus Grenchen

Ein Grossteil der Weltelite im Schiesssport erzielt Spitzenresultate mit Schiessbrillen, die bei der Firma Madec AG in Grenchen gefertigt werden. Firmeninhaber Manfred Rüefli ist stolz auf seine Brillen - und seine Mitarbeiter.

Daniel Trummer
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Firmeninhaber Manfred Rüefli zeigt seine Brillen.

Firmeninhaber Manfred Rüefli zeigt seine Brillen.

Daniel Trummer

Der Prospekt kommt wie ein «Who's Who» des internationalen Schiesssports daher: Matthew Emmons, Weltmeister und Olympiasieger aus den USA, der Norweger Harald Steenvaag, Marija Grosdewa und Tanju Kirjakow aus Bulgarien, der Franzose Frank Dumoulin und der Schweizer Schützenweltmeister Marcel Bürge - alle tragen Brillen aus dem Hause Madec. Auch Tomoyuki Matsuda, Doppelweltmeister in München 2010, ist mit Iris- und Farbfiltern, Zieleinheiten und anderem Zubehör, das in der Madec AG hergestellt wird, ausgerüstet.

«Die Firma Champion, Herstellerin von Schiessbrillen in Baar, hatte einen Hersteller für ihr neustes Hightech-Modell gesucht», erinnert sich Manfred Rüefli, der Geschäftsleiter der Familien AG. Der Grenchner Unternehmer hat das Engineering, die Produktion und die Montage dieser Schiessbrillen übernommen. Der Bedarf ist stetig gewachsen und neue Entwicklungen haben die Schiessbrille verfeinert.

Das Modell «Superolympic» beispielsweise ist ein technisches Wunderwerk. Ohne Werkzeuge können alle Einstellungen vorgenommen werden. Die Brille für Gewehr- und Pistolenschützen besteht aus 96 Einzelteilen. Die Firma Champion ist weltweit Nummer eins in diesem Fachbereich.

Altes Familienunternehmen

1945 gründete Alfred Rüefli eine Einzelfirma. Der Décolletagebetrieb wurde 1964 in der zweiten Generation von Manfred Rüefli Senior übernommen. Der Junior trat 1990 in das gewachsene Unternehmen ein und sieben Jahre später hiess die Firma neu Madec AG und ist an die Däderizstrasse umgezogen. Im 2005 erstellten Neubau arbeiten rund ein Dutzend Mitarbeiter in der klassischen Décolletage, also in der Automatendreherei, in der Baugruppenherstellung sowie in der Montage für die Bereiche Medizin, Elektrotechnik, Maschinenbau und in kleinerem Rahmen auch für die Uhrenindustrie.

«Es sind flotte, bescheidene Menschen», weiss Manfred Rüefli über die Schützen zu berichten. Er hatte Gelegenheit an der Weltmeisterschaft in München Topathleten kennen zu lernen. Zwar ist das grosse Geld im Schiesssport nicht zu holen und auch im Fernsehen sind die Wettkämpfe schwach vertreten. «Vielleicht ist dies der Grund, warum die Schützen so umgänglich sind», sagt der Vater einer fünfjährigen Tochter und schmunzelt. Auch seine Frau Carmen arbeitet übrigens teilzeitlich im Betrieb mit.

Manfred Rüefli ist Maschinen- und Wirtschaftsingenieur und betreibt als Ausgleich in der Freizeit viel Sport. Er ist stolz, dass seine Mitarbeiter Wesentliches zur kundenorientierten Unternehmensphilosophie beitragen. «Sie sind Basis dafür, dass unsere Präzisionsteile fehlerfrei und termingerecht ausgeliefert werden können», spricht er vom Qualitätsdenken der Angestellten. Rüefli und seine Mitarbeiter werden stolz sein, wenn auch künftige Weltmeister und Olympiasieger Brillen aus der Grenchner Produktion auf der Nase tragen und so ins Schwarze treffen.