Berufsmesse Grenchen-Bettlach
Die Berufsmesse ist «eine Win-win-Situation für alle»

Angehende Lernende konnten sich an der Berufsmesse Grenchen-Bettlach über die Berufsmöglichkeiten informieren. Organisiert wurde der Anlass – wie schon in den beiden Vorjahren – von den Abschlussklässlern.

Nadine Schmid
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Das Interesse an den vorgestellten Berufsbildern war gross.

Das Interesse an den vorgestellten Berufsbildern war gross.

Nadine Schmid

Welche Berufsausbildung passt am besten? Schreiner? Uhrmacher? Koch? Oder doch eher Kauffrau? Bei der dritten Berufsmesse am vergangenen Samstag hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, an den rund sechzig Ständen erste Eindrücke zur Berufswelt und deren Lehrstellen zu sammeln.

In Grenchen und in Bettlach

Organisiert wurde der Anlass von den Abschlussklassen von Bettlach und Grenchen, die in ihrer Projektwoche die Stände samt den Infopostern realisierten. Am Anlass stellten die Neuntklässler ihre künftige Lehrstelle zusammen mit einem Vertreter der Firma vor. Dadurch ergab sich für sie die Chance, bereits vor Stellenantritt mit der Firma zusammenzuarbeiten. Neben den Sek-E-Klassen beider Gemeinden machte auch die Sek B von Bettlach mit. Die Grenchner Sek B nahm nicht teil, da sie eigene Projekte zur Berufsthematik angeht.

Die Messe fand bereits zweimal in Bettlach statt, in diesem Jahr erstmals in Grenchen. Betreffend Standort wird künftig zwischen Grenchen und Bettlach abgewechselt. So wird das nächste Mal wieder Bettlach Gastgeber sein. In der Doppelturnhalle der Uhrenstadt herrschte reges Treiben. Angehende Lehrlinge und Eltern sahen sich um, stellten Fragen und machten teilweise Notizen.

Zu den zentralen Themen gehörten, welche Schulstufe man für die betreffende Lehrstelle abgeschlossen haben müsse, welche Fächer in der Lehre wichtig seien und was für Arbeiten es zu verrichten gäbe. Im Restaurantbereich konnten die Anwesenden eine Pause einlegen und sich verpflegen. Es gab auch die Möglichkeit, eine Runde am «Töggelikasten» zu spielen.

Zahl der Aussteller steigt

Die erste Berufsmesse startete mit 23 Ständen noch im kleinen Rahmen und hat sich inzwischen zu einem wichtigen Anlass etabliert. Jedes Jahr nahm die Zahl der Stände bisher zu. «Die Firmen haben festgestellt, dass dies eine sehr gute Gelegenheit für sie ist, sich unserem Zielpublikum, den Siebt- und Achtklässlern, zu präsentieren», erklärte Lehrer und OK-Chef Alain Schelling, der die Messe ins Leben rief. Dabei zeige sich, dass die Berufslehre vor allem in der Nähe des Wohnorts absolviert werde. Bis auf ein paar Ausnahmen waren denn auch primär Firmen der beiden Gemeinden anwesend. Einige kamen jedoch von weiter her, so etwa aus Langenthal. Die Messe ist für die «Neunteler» auch als eine Art Übergang von der Schul- in die Berufswelt zu sehen.

Stadtpräsident François Scheidegger bezeichnete die Messe als eine wichtige Ergänzung zum bestehenden Angebot. «Diese Messe ist die erste Anlaufstelle auf der Berufssuche, es finden erste Kontakte zwischen Schülern und Betrieben statt.» Auch für die Eltern ist es eine Möglichkeit des Austauschens. Scheidegger: «Es ist eine gezielte Vernetzung und eine Win-win-Situation für alle.» Wie Schelling ist er der Meinung, dass die Hemmschwelle bei dieser Messe etliches kleiner ist als bei anderen Messen, weil sie von Schulkameraden gestaltet und präsentiert wird.