Grenchen
Die Bauarbeiten des neuen Betriebsgebäudes der SWG sind abgeschlossen

Das neue Betriebsgebäude der SWG ist fertiggestellt: Nach einer Bauzeit von 1.5 Jahren ist der neue Standort an der Brühlstrasse 15 vor einer Woche bezogen worden.

Oliver Menge
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Das neue SWG-Gebäude ist bis auf die Umgebung fertig. Die SWG ist bereits umgezogen.

Das neue SWG-Gebäude ist bis auf die Umgebung fertig. Die SWG ist bereits umgezogen.

Oliver Menge

Seit dem 30. April befinden sich alle Räumlichkeiten des regionalen Energieversorger an einem zentralen Standort. Per Just, Geschäftsführer der SWG fühlt sich sichtlich wohl am neuen Ort: «Es ist herrlich, die Aussicht ist fantastisch: vom Büro aus habe ich einen herrlichen Ausblick auf die Wandfluh – und die Baustelle unten.»

Tag der offenen Tür

Am 27. Juni 2015 veranstaltet die SWG für die Bevölkerung einen Tag der offenen Tür im neuen Verwaltungsgebäude Brühlstrasse.

Das neue SWG Betriebsgebäude bietet genügend Platz, um das ganze Unternehmen an einem Standort zu vereinen. Bisher waren die rund 60 Mitarbeitenden auf zwei Standorte an der Weinbergstrasse und am Marktplatz in Grenchen verteilt. Mit dem neuen Gebäude unmittelbar beim Bahnhof Grenchen Süd, bleibe die SWG für ihre Kundinnen und Kunden bequem erreichbar.

«Alles verlief reibungslos»

Und so wie Per Just sagt, hatte die Kundschaft in der ersten Woche auch keine Schwierigkeiten, die SWG zu finden. «Ich bin ohnehin positiv überrascht, wie reibungslos alles über die Bühne gegangen ist», sagt der Geschäftsführer. Zwar gab und gibt es einige Verzögerungen bei den Umgebungsarbeiten, dies infolge einer eher komplizierten Bachquerung, wie Just erklärt. Aber auch technisch sei der Umzug problemlos erfolgt und es kam bisher zu keinen Pannen. Alles funktioniert so wie geplant: «Man kann im oberen Stock den Laptop einstöpseln, arbeiten und dann im Parterre umstöpseln und weiterarbeiten, ohne Probleme.»

Gebäude am Marktplatz

Die SWG will das Haus dem Kanton verkaufen

Das Grundstück an der Schild-Rust-Strasse Ecke Marktplatz möchte die SWG dem Kanton verkaufen, das Hochbauamt zeigte Interesse, das gesamte Gebäude inklusive Tiefgarage und Grundstück zu erwerben, wie Just sagt. Dies bestätigt Kantonsbaumeister Bernhard Mäusli. Die SWG habe das Gebäude dem Kanton angeboten. Ein Interesse sei insofern vorhanden, als der Kanton plane, seine Verwaltungsstellen möglichst in eigenen Gebäuden zusammenzuziehen. «Das ist langfristig deutlich billiger als mieten.»

In Grenchen habe der Kanton mit Ausnahme des BBZ keine eigenen Gebäude. Welche kantonalen Amtsstellen dann im ehemaligen SWG-Gebäude untergebracht würden, kann Mäusli nicht sagen. Dafür sei es noch zu früh.
Gross ist die Auswahl nicht mehr. Die Veranlagungsbehörde wurde nach Solothurn verlagert, das Zivilstandsamt ebenfalls. In Grenchen verblieben ist noch die Amtsschreiberei-Filiale, die zurzeit im Bürohaus Forum eingemietet ist. Von der lokalen Politik wird ferner gefordert, dass der Kanton in Grenchnen wieder eine Arbeitsvermittlungsstelle RAV einrichtet, sozusagen als «Wiedergutmachung» für die abgezogenen Amtsstellen.

Ob der Kanton das SWG-Gebäude übernimmt, ist laut Mäusli noch offen. Es brauche dafür einen regierungsrats- wenn nicht gar einen Kantonsratsentscheid. Dieser soll aber noch dieses Jahr gefällt werden, stellt Mäusli in Aussicht.

Mit der Auskunft von Mäusli und Just wäre auch eine Interpellation beantwortet, welche die SP anlässlich der letzten Gemeinderatssitzung nebst weiteren Vorstössen eingereicht hat. (at.)

Der Umzug erfolgte in Etappen, denn das Tagesgeschäft sollte so wenig wie möglich tangiert werden. Seit dem 30. April können sich die Kundinnen und Kunden im neuen Gebäude für alle Anliegen rund um die Strom-, Erdgas- und Wasserversorgung am Empfang melden. Auch die Anlieferungen erfolgen nun an die Brühlstrasse. «Es ist natürlich ein grosser Vorteil, wenn wir alle zentral an einem Ort sind. Arbeitsabläufe und Arbeitsschritte können optimiert werden, wie auch der Zusammenhalt der verschiedenen Abteilungen wird gestärkt», so Just.

Eventuell Schalter in der Stadt

Ursprünglich hatte man geplant, in der Nähe des alten Standorts einen Schalter einzurichten, wo sich die Kunden melden können, um nicht bis zum neuen Standort gehen oder fahren zu müssen. Diese Idee sei noch nicht ganz vom Tisch, wie Just sagt. «Wir wollen zuerst einmal sehen, wie sich die Sache entwickelt und werden erst dann entscheiden, ob wir diesen Schalter auch wirklich umsetzen.

Noch freie Räume

Im dreistöckigen Neubau an der Brühlstrasse gibt es zur Zeit noch freie Räumlichkeiten, Ziel ist es, diese Fläche an Dritte weiterzuvermieten um das Potenzial vom Gebäude ganz auszunutzen. Zwar seien Interessenten vorhanden, sagt Just, konkret sei aber noch nichts.

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