Firmenfussball-Turnier

Die Arbeitskollegen beim Fussball von einer anderen Seite kennen lernen

Markus Bolliger (links) und Beat Lauper freuen sich auf ein faires 40. Firmenturnier.

Markus Bolliger (links) und Beat Lauper freuen sich auf ein faires 40. Firmenturnier.

Der FC Wacker Grenchen führt nächste Woche zum 40. Mal das Grenchner Firmenturnier im Stadion Riedern durch. 24 Mannschaften nehmen dieses Jahr daran teil.

Markus Bolliger, Geschäftsleiter des FC Wacker, freut sich, dass sich das Turnier auch nach 40 Jahren bei den Belegschaften von zahlreichen Firmen in der Region ungebrochener Beliebtheit erfreut. Jahr für Jahr machen jeweils zwischen 20 und 30 Teams mit.

Teambildung auf dem Fussballfeld

«In einer Firmenfussball-Mannschaft hat man die Gelegenheit, Arbeitskollegen von einer anderen, ungezwungeneren Seite kennen zu lernen», erklärt Bolliger. Das könne nicht zuletzt zur Teambildung beitragen. Nicht zu reden vom Spass an der gemeinsamen Fitness. «Es gibt in der Tat Mannschaften, die auch auf das Turnier hin trainieren.» Schliesslich seien längst nicht alle Teilnehmenden aktive Fussballer.

Es gebe Firmen, die teilweise seit Jahrzehnten eine Mannschaft stellen, so die Grenchner Firmen Michel und Mahle oder die Firma Hess aus Bellach. Zum 31. Mal stellt auch die Stadt Grenchen eine Abordnung, diesmal zusammen mit der Baufirma Panaia + Crausaz. Um auf die nötigen elf Spieler zu kommen, können sich auch zwei Firmen zusammentun.

«Favoriten gibt es eigentlich keine», erklärt Bolliger weiter, auch keine langjährigen Seriensieger. Am wichtigsten sei, dass alle Spass an der Sache haben und am anschliessenden gemütlichen Zusammensein in der Festwirtschaft. Letztes Jahr konnte die Mannschaft von Scintilla AG, Zuchwil den Wanderpokal nach Hause nehmen. Wer dreimal siegt, kann ihn behalten. Daneben gibt es ausser Lob und Ehre nicht viel zu gewinnen: «Ein Fass Bier und ‹e Hamme», lacht Bolliger.

Wenn nun die Funktionäre der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Biel auf die Kaffeeautomaten-Monteure von Schärer Zuchwil treffen, oder Credit Suisse Banker aus Solothurn auf Sozialarbeiter der Grenchner Stiftung Schmelzi, geht es da nicht so zu, dass die Kollegen von der Medizintechnik-Firma Stryker Selzach (übrigens gleich mit zwei Mannschaften vertreten ...) bald viel Arbeit haben? Denn Plausch-Fussball gilt landläufig als hochgradiges Verletzungsrisiko.

«Das war tatsächlich früher ein Problem», lässt Beat Lauper, Leiter Spielbetrieb durchblicken. Deutlicher wird FC-Wacker-Ehrenpräsident Christian Schlup im Vorwort zur heurigen Broschüre. «Verbissenheit und Übereifer herrschten zu Beginn vor», erinnert er sich.

Sicherheit und Fairness

Doch das sei heute völlig anders, sagt Lauper. Dank den offiziellen Fussball-Schiedsrichtern und ihrer konsequenten Spielleitung herrsche Disziplin auf dem Spielfeld. Gespielt werde nach den offiziellen Fussballregeln (inkl. Linienrichter). Nockenschuhe seien Pflicht und ein Aufwärmplatz stehe zur Verfügung. Damit erfülle man alle Anforderungen der Suva. Inzwischen wurde auch ein Fairness-Preis eingeführt, der von den Schiedsrichtern vergeben wird. «Mit 15 Fondue-Chinoise-Gutscheinen ist das eigentlich unser Hauptpreis», sagt Bolliger.

Rund 100 Helferinnen und Helfer seien jeweils bei der Organisation involviert, erklärt er weiter. Allein für den Verpflegungsbereich stehen während fünf Abenden jeweils 25 Personen im Einsatz. «Über 40 Jahre kommen so 30 000 Einsatzstunden zusammen», rechnet Schlup vor.

Bereits am kommenden Samstag und Sonntag findet das Schülerturnier des FC Wacker statt, das auch schon zum 37. Mal durchgeführt wird. Hier sind sogar 59 Teams in neun Kategorien angemeldet. «Wir sind froh für alle Lehrkräfte, die ihre Schüler für das Turnier motivieren und begleiten», sagt Bolliger. Hier bekommen alle Spielerinnen und Spieler einen Preis.

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