Grenchen

Die 8. Ausgabe von Rock am Märetplatz verzeichnete einen Zuschauerrekord

So viele wie nie rockten am Samstag den Grenchner Märetplatz. Die (Rock-)Musik wurde als verbindendes Element zelebriert.

Und wieder strömten Tausenden ins Zentrum Grenchen, verwandelten den Marktplatz in eine wundersame, friedliche Partymeile, genossen reichlich Musik und gemütliches Beisammensein, wobei sich die Generationen von ganz jung bis ziemlich im besten Alter oftmals den Tisch teilten. «Rock am Märetplatz» darf mit Fug und Recht als das günstigste und wohl auch sympathischste Open-Air weit und breit bezeichnet werden.

Die Frage ist rhetorisch gemeint: Wo kann man schon 9 Bands auf zwei Bühnen, gegen 12 Stunden Live-Musik für lediglich acht Franken geniessen? Die Organisatoren um Kurt Gilomen blieben dabei ihrem Credo treu und engagierten nicht primär grosse Namen, sondern setzen auf viel Regionalität. Dass dabei ein bunter Stilmix und eine erstaunliche Qualität resultierte, spricht für den Sachverstand, das untrügliche Gespür und natürlich für das dichte Beziehungsnetz der Verantwortlichen. Wie kaum anderswo geben sich aktive Musikerinnen und Musiker jeweils ein Stelldichein, auch wenn sie dieses Mal gerade nicht auf der Bühne stehen.

Das Publikum kam in Scharen

Die achte Ausgabe des Events zog noch einmal ein paar hundert Zuschauende mehr an, als ihre schon erfolgreichen Vorgänger. Bereits am frühen Nachmittag, als die «Crossover Blues Band» ebenso routiniert wie inspiriert den Part der «Opener» gab, waren die Tische gut besetzt, erste «Hardcore-Fans» bewegten sich vor der Bühne. «The Failures» mir Alternative Rock quer zum Mainstream zeigten danach auf, dass sie noch immer zu den angesagtesten Live-Acts gehören. Spätestens als am frühen Abend die «Bünzlikracher» die Bühne enterten und mit ungemeinem Drive Oldies wie Charthits zelebrierten, waren Sitzplätze Mangelware, das Gedränge vor der Bühne wuchs beträchtlich an. Danach zeigten «Allison» mit gradlinigem Rock der härteren Sorte, dass sie daran sind, an frühere Erfolge anzuknüpfen.

Der proppenvolle Marktplatz war nun bereit für «Light Food». Diese begeisterten mit einem fulminanten Auftritt. Mättu Haldimann, Fabio Zanco, Ralph Schaffer und Kurt Gilomen warfen ihr mehr als nur beachtliches handwerkliches Können in die Waagschale, entzückten mit vierstimmigen Chören. Viel Rock n Roll, Reggae, Balladen und einigen Mundartstücke liessen die eh schon gute Stimmung auf den Rängen noch anschwellen. Als Gäste hatten die Lokalmatadoren ein Bläsertrio mit auf der Bühne. Stefan Künzli (Saxophon), Erni Buchinger (Trompete) und Jürg Piani (Posaune) veredelten die starke Darbietung, verliehen dem Ganzen ein swingend-betörendes Extra.

Die beste Deep Purple Tribute Band

Schliesslich zeigte «Shades of Purple» auf, wieso sie als beste Deep Purple Tribute Band gilt. Die treibende Hammond-Orgel, markante Gitarrenriffs und der ausdrucksvolle Gesang wirkten ebenso authentisch wie die Ausflüge ins Psychodelische. Gänsehautstimmung dann kurz vor der Geisterstunde, als «Smoke on the Water» erklang.

Bewährt hat sich bei «Rock am Märetplatz» auch das Überbrücken der Umbaupausen mit Live-Acts auf der Nord-Bühne. Wobei die «Luca Mettler Band», «Unique Case» und «The Psychonauts» weit mehr waren als blosse Lückenbüsser. Die Zukunft des Events ist gesichert. Radio 32 intensiviert die Zusammenarbeit und auch die Stadt Grenchen hat längst erkannt, was für ein positiver Imageträger mit «Rock am Märetplatz» herangewachsen ist.

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