Jahresrückblick
Die 50er, der Bahnhof Grenchen Süd und das Bachtelen Jubiläum: So war 2016

Wir haben uns aufgemacht und das scheidende Jahr noch einmal Revue passieren lassen. Das waren die Highlights des Jahres 2016 in Grenchen.

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Punkte, Punkte, Punkte ... Wohin man sah: Punkte. Ob weiss auf Rot, weiss auf Blau oder Schwarz, schwarz auf Lila, rot auf Weiss .... Grenchnerinnen und Grenchner haben sich fürs 50er-Jahre-Fest in den passenden Outfits gestylt.

Punkte, Punkte, Punkte ... Wohin man sah: Punkte. Ob weiss auf Rot, weiss auf Blau oder Schwarz, schwarz auf Lila, rot auf Weiss .... Grenchnerinnen und Grenchner haben sich fürs 50er-Jahre-Fest in den passenden Outfits gestylt.

Oliver Menge

Die 50er waren die Glanzzeit der Stadt

Aus einer Idee wurde dank ein paar Enthusiasten ein rauschendes Fest im Stil der 50er-Jahre, das der ganzen Stadt drei unvergessliche Tage mit viel Musik bescherte.

An diesem Wochenende stimmte einfach alles: Das Wetter war perfekt, nicht zu heiss, nicht zu kalt, sodass man die 50er-Jahre-Klamotten auspacken und tragen konnte, ohne gleich im Schweiss gebadet zu werden. Die Organisatoren hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, um die Idee, die schon vor ein paar Jahren geboren wurde, umzusetzen und in den Köpfen festzusetzen.

Das Grenchner Gewerbe machte mit und investierte viel Geld und Energie, damit man sich in Grenchen an die goldenen Zeiten der Stadt erinnern konnte. Eine Zeit, in der die Uhrenindustrie blühte und der Stadt neue Einwohner und neue Bauten brachte. Eine Zeit, in der sich Grenchen von einem Bauerndorf zu einer Stadt wandelte, eine Stadt, die lebte und pulsierte.

Diese Aufbruchstimmung von damals, die wollte man wieder zelebrieren. Während dreier Tage nicht an Sparprogramme denken, nicht an drohenden Jobverlust, nicht an hohe Sozialquote, Stress und Druck. Einfach nur feiern und festen im Stil der revolutionären Zeiten. Viele Schaufenster wurden zeitgemäss gestaltet, Kurt Gilomen, der Wochen zuvor mit seinen Leuten schon den «Rock am Märetplatz» organisiert hatte, stellte das passende Musikprogramm auf die Bühne.

Das gastronomische Angebot liess keine Wünsche offen und das Grenchner Gewerbe zeigte in einer kleinen, aber sehr feinen Ausstellung sein Flair fürs Detail und eine passende Umsetzung des Themas.

Das Publikum schätzte den Aufwand, der betrieben wurde, und strömte in Scharen auf den Marktplatz. Es war wirklich ein rauschendes Fest, das da gefeiert wurde, mit Konzerten und einer durchs Band weg tollen und einmaligen Stimmung. Ein Fest, das weit über die Stadtgrenzen hinaus Beachtung fand.

Gerettet: Nicht zuletzt dank des Einsatzes eines regions- und parteienübergreifenden Komitees haben die SBB und das Bundesamt für Verkehr im September beschlossen, dass die Schnellzüge auf der Strecke Lausanne–Zürich auch künftig in Grenchen Süd halten. Ein Entscheid, der in Grenchen und der nahen Umgebung mit Erleichterung aufgenommen wurde.

Gerettet: Nicht zuletzt dank des Einsatzes eines regions- und parteienübergreifenden Komitees haben die SBB und das Bundesamt für Verkehr im September beschlossen, dass die Schnellzüge auf der Strecke Lausanne–Zürich auch künftig in Grenchen Süd halten. Ein Entscheid, der in Grenchen und der nahen Umgebung mit Erleichterung aufgenommen wurde.

125 Jahre im Dienst der Kinder

Das Sonderpädagogische Zentrum für Verhalten und Sprache Bachtelen hat 2016 ein Doppeljubiläum gefeiert.

Die von der Bevölkerung schlicht und einfach «Bachtelen» genannte Sonderschule ist die bedeutendste heilpädagogische Institution des Kantons Solothurn. Sie ist in Grenchen tief verwurzelt, geniesst grosses Ansehen und ist nicht zuletzt eine bedeutende Arbeitgeberin in der Region.

Die Institution wurde 1891 von Pfarrer Otto Widmer (Gretzenbach) gegründet und mithilfe der Schwestern aus Ingenbohl aufgebaut. Diese stellten während Jahrzehnten das Rückgrat der Betreuung der Zöglinge. 1916 zog das Heim mit schon damals mehreren Standorten nach Grenchen ins ehemalige und schon damals geschichtsträchtige Bachtelenbad um und wuchs dort zur heutigen Institution heran.

Ein ehrgeizig erscheinendes Jubiläumsprogramm erwies sich am Ende nicht als überrissen: Zahlreich strömten Ehemalige, Interessierte aus nah und fern und die Grenchner Bevölkerung an die Jubiläumsanlässe im Bachtelentäli. Nebst dem Jugendfest im Juni bildete die Festspielwoche im September den Höhepunkt der Aktivitäten.

An verschiedenen Schauplätzen auf dem Bachtelengelände wurde eine ganze Woche lang Amüsantes und nachdenklich Stimmendes dargereicht: Theater- und Tanzvorführungen, Musik, Lesungen, Filme, Berichte von ehemaligen Schülern etc. sorgten für einen ausgewogenen und interessanten Mix, der auch dunkle Kapitel nicht ausblendete.