Biel

Der Titelverteidiger setzte sich am Bieler Schachfestival durch

Die besten des Meisterturniers in Biel mit Emil Sutovsky als Sieger

Die besten des Meisterturniers in Biel mit Emil Sutovsky als Sieger

Mit einem beeindruckenden Schlussspurt gewann Maxime Vachier-Lagrave das Grossmeisterturnier. Der Sieger des Meisteropen heisst Emil Sutovsky.

Mit einem beeindruckenden Schlussspurt gewann Maxime Vachier-Lagrave das Grossmeisterturnier. Auch wenn sich Richard Rapport in der letzten Runde beachtlich geschlagen hat, konnte er dem Franzosen nicht widerstehen, was diesem den dritten Turniersieg in Folge einbringt. Der Titelverteidiger behielt in einer komplexen Eröffnung die Oberhand und konnte sich so einen klaren Vorteil sichern. Mit einem Mehrbauern und guten Angriffschancen in der Tasche konnte sich Vachier-Lagrave den Sieg nach 48 Zügen locker sichern. Für den jungen Ungaren dagegen wurde die zweite Turnierhälfte mit fünf Niederlagen in Serie zum Albtraum. Schliesslich schaffte Rapport gerade einmal zwei Punkte. Nichts desto trotz bot er mit seinem originellen Spiel in den vergangenen beiden Wochen dem Publikum viel Spektakel. Zudem dürfte er einige wichtige Erfahrungen gesammelt haben. Ganz anders sieht die Bilanz für den Franzosen aus, der mit seinem dritten Titel in Folge und seinem Erfolg im Jahr 2009 das Bieler Grossmeisterturnier nun insgesamt viermal gewonnen hat. Damit lässt er nun Morozevich und Karpov hinter sich, die beide je dreimal im Seeland triumphiert haben.

Dieser vierte Titel war aber hart umkämpft und wäre noch nicht gesichert, wenn nicht Radoslaw Wojtaszek seine Gewinnstellung gegen David Navara in ein Remis verdorben hätte. Aber im entscheidenden Moment griff der Pole fehl, sodass sich sein Vorteil in Luft auflöste und die Punkteteilung unabwendbar wurde. Sein zweiter Rang wie im Vorjahr ist dennoch ein hervorragendes Resultat, welches ihm auch erlaubt, einige Plätze in der Weltrangliste aufzusteigen.

Ehre den Siegern

Das 48. Internationale Schchfetstival Biel endete am Freitagnachmittag. Der Sieger des Grossmeisterturniers war bereits am Donnerstag bekannt, doch die Teilnehmer des Meisteropens mussten noch am Freitag ab 11.00 Uhr arbeiten. Das Turnier wurde vom israelischen Grossmeister Emil Sutovsky, der seit mehreren Jahren der Präsident der ACP (der Vereinigung der Profispieler) ist, gewonnen, der den Vorjahressieger Basakran Adhiban ex aequo auf den zweiten Rang verweisen konnte. Das Allgemeine Turnier wurde vom Berner Marc Tillmann gewonnen, der mit 8 Punkten aus 9 Runden eine beeindruckende Leistung gezeigt hat.

"Das 48. Internationale Schachfestival Biel endet damit mit einem positivem Fazit", schreiben die Organisatoren. Das Grossmeisterturnier war hart umkämpft und sein Sieger, Maxime Vachier-Lagrave, konnte einen mit seinem vierten Triumph einen neuen Rekord erzielen. Der Turnierdirektor Yannick Pelletier fasste es mit den Worten, "die Teilnehmer waren nicht nur gut ausgewählt, sondern sie spielten auch wirklich faszienierende Partien", zusammen.

Mit insgesamt 603 Teilnehmern blieb die Beteiligung etwas unter der letztjährigen Beteiligung zurück. "Nichts Beuntuhigendes, da etliche Schweizer Amateure es vorgezogen haben, die Schweizerischen Einzelmeisterschaften zu spielen, die gleich vor Biel stattfanden", bemerkte dazu der Technische Direktor, Peter Burri. Das Ärzteturnier, eine Neuerung der diesjährigen Ausgabe, war ein voller Erfolg und wird nächstes Jahr bestimmt wieder ausgetragen werden. Die Organisatoren blicken optimistisch ins Jahr 2016. Zudem betonte der Präsident des Bieler Stadtrates, Daniel Sutter, dass die Stadt von diesem Festival mit seiner grossartigen Ausstrahlung in ganz Europa und der Welt profitiert. Das Organisationskomitee hat jedenfalls schon einige Ideen fürs das 50-Jahr-Jubiläum im Jahr 2017. Um mehr zu erfahren, muss man aber die nächstjährige Austragung abwarten. (mbb)

Endrangliste Meisteropen: 1-2. Emil Sutovsky (Isr), Adhiban (Ind) 8 Pt.. 3-7. Tigran Gharamian (Fra), Daniel Fridman (All), Mateusz Bartel (Pol), Dennis Wagner (All), Ivan Ivanisevic (Ser) 7,5 points. Bester Schweizer: 8-15. Sebastian Bogner 7 Punkte.

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